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Satzung des Verbandes Evange­li­scher Diakonen‑, Diako­ninnen- und Diako­nats­ge­mein­schaften in Deutschland (VEDD) e.V.

vom 05. November 2007

Präambel

Der Diakonat ist Ausdruck der Versöhnung, die Gott in Jesus Christus allen Menschen erweist. Der Dienst der im Diakonat tätigen Frauen und Männer geschieht in der Bindung an Jesus Christus und der Orien­tierung an seiner Botschaft. Sie streben nach Barmher­zigkeit, Gerech­tigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Alle Hilfe richtet sich auf Heil und Wohl der Menschen. Der Dienst im Diakonat verwirk­licht sich in leben­diger Beziehung zwischen diako­ni­schem Handeln und gottes­dienst­lichem Leben der Gemeinde und hilft mit, die Ganzheit von Körper, Seele und Geist zu bestärken und zu erhalten.

Der sachgemäße Dienst im Diakonat erfordert Kompe­tenzen im Blick auf Beratung, Begleitung und Prävention in sozialen, physi­schen und psychi­schen Lebens­fragen. Er nimmt sich der Menschen an, die sich selbst nicht vertreten können.

In Ausbildung, Fortbildung und Weiter­bildung aller im Diakonat Tätigen werden human­wis­sen­schaft­liche Erkennt­nisse mit biblisch-theolo­gi­schen Aussagen über den Menschen und seine Welt verbunden. Die Gemein­schaften dienen im Diakonat Tätigen, Diako­ninnen, Diakonen und anderen Mitar­bei­tenden im Diakonat zur Ermutigung, Befähigung und Unterstützung.

§ 1 Selbst­ver­ständnis und Zweck des Verbandes

(1) Der VEDD ist Dachverband der ihm angehö­renden Gemeinschaften.

(2) Zweck des Verbandes ist die Förderung der Inter­essen seiner Mitglieder und ihrer Zusam­men­arbeit. Er vertritt die Mitglieder gegenüber der Evange­li­schen Kirche in Deutschland (EKD) und ihrem Diako­ni­schen Werk (DW-EKD) sowie in der Öffentlichkeit.

Der Verband fördert die Diakonie der Kirche gemeinsam mit den Gemein­schaften im Diakonat.

§ 2 Aufgaben des Verbandes

(1) Der Verband hat die Inter­essen seiner Mitglieder zu bündeln, zu gewichten und zu vertreten.

(2) Aufgaben des Verbandes sind u. a .:

  • berufs‑, diakonie- und sozial­po­li­tische Themen aufzu­nehmen und zu bearbeiten,
  • theolo­gische Arbeit, geist­liches Leben und Erfah­rungen leben­diger Gemein­schaft zu fördern,
  • die Entwicklung des Diakonats im Amt der Kirche mit zu gestalten,
  • die Stärkung des diako­ni­schen Profils von Mitar­bei­tenden im Diakonat,
  • die besondere Verant­wortung für die in das kirch­liche Amt berufenen und lebenslang auf den diako­ni­schen Auftrag verpflich­teten Diako­ninnen und Diakone,
  • das Berufsbild der Diako­ninnen und Diakone zu beschreiben und weiterzuentwickeln.

Insbe­sondere sind dies:

  • Einfluss­nahme auf kirchen‑, diakonie- und sozial­po­li­tische Entwicklungen.
  • Förderung der Aus‑, Fort- und Weiter­bildung und der beruf­lichen Rahmen­be­din­gungen der Diako­ninnen und Diakone sowie anderen Mitar­bei­tenden im Diakonat.
  • Mitwirkung an theolo­gi­schen Frage­stel­lungen und Weiter­ent­wicklung des Diakonats.
  • Förderung der geist­lichen Gemein­schaft, der Begegnung und der gegen­sei­tigen Information

(3) Mittel und Wege zur Umsetzung der Aufgaben:

1.) Der Verband schafft und nutzt Kontakte und Struk­turen, insbe­sondere zu

  • den anderen Gemein­schaften im Diakonat, (Kaisers­werther Verband, Zehlen­dorfer Verband u.a.)
  • EURODIACONIA
  • der Evange­li­schen Kirche in Deutschland (EKD),
  • dem Diako­ni­schen Werk der EKD,
  • den anderen Fachver­bänden des Diako­ni­schen Werkes der EKD,
  • den Verbänden und Gewerkschaften,
  • der Ökumene.

2.) Er entwi­ckelt eine Infra­struktur zur gegen­sei­tigen Infor­mation der Mitgliedsgemeinschaften.

3.) Er leistet Öffentlichkeitsarbeit.

§ 3 Diakonenkreuz

Diako­ninnen und Diakone der Mitglieds­ge­mein­schaften sind berechtigt das Diako­nen­kreuz (+ mit dem D) zu tragen. Es ist gesetzlich geschützt.

§ 4 Name, Sitz, Zugehörigkeit

(1) Der Name des Verbandes ist „Verband Evange­li­scher Diakonen‑, Diako­ninnen- und Diako­nats­ge­mein­schaften in Deutschland e. V.” (VEDD) — im folgenden „Verband” genannt.

(2) Der Verband ist einge­tra­gener Verein mit Sitz in Kassel (Amtsge­richt Kassel). Zur Erledigung seiner Aufgaben unterhält der Verband eine Geschäftsstelle.

(3) Der Verband gehört als Fachverband dem Diako­ni­schen Werk der EKD e.V. an.

§ 5 Gemeinnützigkeit

(1) Der Verband ist selbstlos und nicht in erster Linie eigen­wirt­schaftlich tätig. Er verfolgt ausschließlich und unmit­telbar gemein­nützige, mildtätige und kirch­liche Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuer­be­güns­tigte Zwecke” der Abgabenordnung.

(2) Etwaige Überschüsse dürfen nur für die satzungs­ge­mäßen Zwecke verwendet werden.

(3) Die Mitglieder erhalten keine Überschuss­an­teile und in ihrer Eigen­schaft als Mitglied auch keine sonstigen Zuwen­dungen aus Mitteln des Verbandes, die seinen Zwecken fremd sind. Sie haben bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Verbandes keine Ansprüche an das Vermögen des Verbandes. Der Verband begünstigt keine Personen durch Verwal­tungs­aus­gaben, die den Zwecken des Verbandes fremd sind oder durch unver­hält­nis­mäßig hohe Vergütung.

(4) Der Verband kann sich zur Erfüllung seiner satzungs­ge­mäßen Zwecke anderer als gemein­nützig, mildtätig oder kirchlich anerkannter Einrich­tungen bedienen.

§ 6 Mitgliedschaft

(1) Mitglieder des Verbandes sind die in der Anlage (I) zu dieser Satzung aufge­führten Gemeinschaften.

(2) Die Mitglieds­ge­mein­schaften verpflichten sich, die Satzung des Verbandes zu beachten und an der Durch­führung seiner Aufgaben mitzuwirken.

(3) Neue Gemein­schaften können aufge­nommen werden, wenn sie dem Selbst­ver­ständnis und dem Zweck des Verbandes entsprechen und bereit sind, seine Aufgaben mitzutragen.

(4) Die Aufnahme erfolgt durch die Haupt­ver­sammlung. Ein Antrag auf Aufnahme ist an den Vorstand zu richten, dem die Ordnung oder die Satzung der antrag­stel­lenden Gemein­schaft beizu­fügen ist. Der Vorstand gibt eine Stellung­nahme ab.

(5) Der Austritt kann nur zum Ende eines Geschäfts­jahres erfolgen. Er ist dem Vorstand durch einge­schrie­benen Brief mindestens sechs Monate vorher bekanntzugeben.

(6) Ein Ausschluss kann erfolgen, wenn die Satzung der Mitglieds­ge­mein­schaft nicht mehr dem Selbst­ver­ständnis und Zweck des Verbandes entspricht oder sie ihren Verpflich­tungen nicht nachkommt. Der Ausschluss geschieht durch Beschluss der Haupt­ver­sammlung (§ 10 Abs.1 Ziff. 13 + § 10 Abs. 6).

§ 7 Beitrag

Die Mitglieder entrichten jährlich einen Mitglieds­beitrag, dessen Höhe von der Haupt­ver­sammlung festge­setzt wird.

§ 8 Organe

Organe des Verbandes sind:

1.) Die Hauptversammlung

2.) Der Vorstand

§ 9 Zusam­men­setzung der Hauptversammlung

(1) Zur Haupt­ver­sammlung gehören:

1 mit Sitz und Stimme
1.1 je 2 Delegierte der Mitglieds­ge­mein­schaften des Verbandes von denen eine/r die/der Älteste/Geschäftsführerin / Geschäfts­führer der Gemein­schaft sein sollte,
1.2 die stimm­be­rech­tigten Mitglieder des Vorstandes,
1.3 je 1 Delegierte/r der Ständigen Konfe­renzen (§ 15).

2 mit Sitz ohne Stimme (beratende Funktion)
2.1 die Mitglieder des Vorstandes mit beratender Stimme,
2.2 je ein Vertreter der EKD und des Diako­ni­schen Werkes der EKD e.V.,
2.3 bis zu fünf sachkundige Personen,
2.4 eine/ein weitere/ weiterer Delegierte/r der Konferenz der Studie­renden an den Diako­nen­schulen – Bundes­de­le­gier­ten­kon­ferenz — BDK

(2) Die Delegierten nach Absatz 1, Ziffer 1 werden von der jewei­ligen Mitglieds­ge­mein­schaft für die Amtsdauer der Haupt­ver­sammlung gewählt. Für die Delegierten sind Stellvertreter/Stellvertreterinnen zu bestellen. Die Delegierten/Stellvertreter/Stellvertreterinnen sind namentlich an den VEDD zu melden. Scheiden Delegierte vorzeitig aus, kann die Gemein­schaft für die Restzeit nachnominieren.

(3) Die Amtsdauer der Haupt­ver­sammlung beträgt vier Jahre

§ 10 Aufgaben und Arbeits­weise der Hauptversammlung

(1) Die Haupt­ver­sammlung hat folgende Aufgaben :

1.) Sicher­stellung der Ausführung der unter § 2 genannten Aufgaben,

2.) Beschluss­fassung zu Anträgen des Vorstandes und der Hauptversammlung,

3.) Wahl von sechs Vorstands­mit­glieder gemäß § 11 Abs. 4,

4.) Wahl des Geschäfts­führers / der Geschäfts­füh­rerin auf Vorschlag des Vorstandes,

5.) Wahl der zwei Rechnungs­prüfer / Rechnungs­prü­fe­rinnen und deren Stell­ver­treter / Stellvertreterinnen,

6.) Berufung der sachkun­digen Personen auf Vorschlag des Vorstandes,

7.) Beauf­tragung und Besetzung von Ausschüssen (§ 14),

8.) Beschluss­fassung über die Gründung von Ständigen Konfe­renzen (§ 15),

9.) Entge­gen­nahme des Berichtes über die Arbeit des Vorstandes, des Rechnungs­be­richtes, Beschluss­fassung über Haushalts- und Stellenplan, Entge­gen­nahme der Jahres­rechnung und die Entlastung des Vorstandes,

10.) Festsetzung der Mitglieds­bei­träge (§ 7),

11.) Beschluss­fassung über die Aufnahme neuer Mitglieds­ge­mein­schaften (§ 6 (4)),

12.) Beschluss­fassung über den Ausschluss von Mitglieds­ge­mein­schaften (§ 6 (6)),

13.) Beschluss­fassung über die Geschäfts­ordnung für die Hauptversammlung,

14.) Beschluss­fassung über die Wahlordnung für die Hauptversammlung,

15.) Beschluss­fassung über Änderung der Satzung (§ 17),

16.) Beschluss­fassung über die Auflösung des Verbandes (§ 18),

17.) Entge­gen­nahme von Berichten der Ausschüsse und der Ständigen Konferenzen.

(2) Die Haupt­ver­sammlung tritt nach Bedarf, mindestens jedoch einmal im Jahr, zusammen. Die Haupt­ver­sammlung wird schriftlich durch den Vorsit­zenden / die Vorsit­zende des Vorstandes unter Angabe der Tages­ordnung mindestens vier Wochen vor der Sitzung einbe­rufen. Die Haupt­ver­sammlung ist einzu­be­rufen, wenn dieses von mindestens einem Drittel der unter § 9 Abs. 1 Ziffer 1 genannten Personen schriftlich unter Angabe des Beratungs­ge­gen­standes beantragt wird. Die Haupt­ver­sammlung wird in der Regel von dem / der Vorsit­zenden des Vorstandes geleitet.

(3) Sie ist beschluss­fähig, wenn dazu ordnungs­gemäß einge­laden wurde und mindestens die Hälfte der unter § 9 Abs. 1 Ziffer 1 genannten Personen anwesend ist. Innerhalb von 3 Monaten ist zu einer erneuten Haupt­ver­sammlung einzu­laden, wenn die Beschluss­fä­higkeit nicht gegeben ist. Diese ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschie­nenen Delegierten beschluss­fähig. Darauf ist in der Einladung hinzuweisen.

(4) Beschlüsse bedürfen der absoluten Stimmen­mehrheit der anwesenden Personen nach § 9 Abs. 1 Ziffer 1, wenn die Satzung nichts anderes bestimmt.

(5) Auf Antrag einer der unter § 9 Abs. 1 Ziffer 1 genannten Personen der Haupt­ver­sammlung kann ein Gegen­stand zur Grund­satz­frage erhoben werden. Diesem Antrag ist statt­zu­geben, wenn er von mindestens zehn der unter § 9 Abs. 1 Ziffer 1 genannten Personen der Haupt­ver­sammlung unter­stützt wird.

(6) Eine Zweidrit­tel­mehrheit der unter § 9 Abs. 1 Ziffer 1 genannten stimm­be­rech­tigten anwesenden Personen ist erfor­derlich bei:

1.) Aufnahme von Gemeinschaften,

2.) Ausschluss von Mitgliedsgemeinschaften,

3.) Grund­satz­fragen,

4.) Satzungs­än­de­rungen.

(7) Über die Beschlüsse der Haupt­ver­sammlung ist eine Nieder­schrift anzufer­tigen, die von dem Proto­kol­lanten / von der Proto­kol­lantin und dem / der Vorsit­zenden des Vorstandes zu unter­zeichnen und allen unter § 9 Abs. 1 Ziffer 1 und 2 genannten Personen der Haupt­ver­sammlung zuzustellen ist.

§ 11 Zusam­men­setzung und Wahl des Vorstandes

(1) Der Vorstand besteht aus

1.) 6 von der Haupt­ver­sammlung zu wählenden Personen,

2.) dem Geschäfts­führer / der Geschäfts­füh­rerin des Verbandes,

3.) je einem Vertreter /einer Vertreterin

  • der Konferenz der Leiter/innen der Diako­nen­an­stalten – KLD -,
  • der Konferenz der Ausbildungsleiter/innen – KAL-
  • der Konferenz der Studie­renden an den Diako­nen­schulen – Bundes­de­le­gier­ten­kon­ferenz – BDK — mit beratender Stimme.

(2) Der Vorstand wählt in seiner konsti­tu­ie­renden Sitzung, die vom Geschäfts­führer nach der Haupt­ver­sammlung zeitnah einbe­rufen wird, aus den in der Haupt­ver­sammlung gewählten 6 Personen eine / einen Vorsit­zende / n, eine stell­ver­tre­tende Vorsit­zende / einen stell­ver­tre­tenden Vorsitzenden.

(3) Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der Vorsitzende/die Vorsit­zende des Vorstandes, der /die stell­ver­tre­tende Vorsit­zende und der Geschäftsführer/die Geschäfts­füh­rerin. Jeder/jede von ihnen ist allein zur Vertretung des Verbandes berechtigt.

(4) Die Mitglieder des Vorstandes gemäß § 11 Abs. 1, Ziffer 1 werden für vier Jahre gewählt. Alles Weitere regelt die Wahlordnung. Werden Delegierte gewählt, kann ihr Mandat durch die Gemein­schaft neu vergeben werden. Wiederwahl ist möglich. Scheidet ein Vorstands­mit­glied gemäß § 11 (1) 1 und 2 vorzeitig aus, so erfolgt die Besetzung nach der Rangfolge der erfolgten Wahl. Stehen keine Ersatz­kan­di­daten / Ersatz­kan­di­da­tinnen zur Verfügung, erfolgt Neuwahl auf der nächsten Hauptversammlung.

§ 12 Aufgaben und Arbeits­weisen des Vorstandes

(1) Der Vorstand führt die Geschäfte des Verbandes und ist verant­wortlich für die Entwicklung von Perspek­tiven im Sinne der §§ 1 und 2 und für die Reali­sierung der unter § 2 genannten Aufgaben. Er koordi­niert die inhalt­liche Arbeit des Verbandes und bedient sich dabei der Kompe­tenzen der Gemein­schaften. Er greift Ideen und Impulse auf. Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere:

1.) Vorbe­reitung und Durch­führung der Hauptversammlung,

2.) Durch­führung von Beschlüssen der Hauptversammlung,

3.) Unter­stützung gemein­schafts­för­dernder Veran­stal­tungen des Verbandes,

4.) Beauf­tragung und Besetzung von Ausschüssen. Benennung der Vorsit­zenden der Ausschüsse und Entge­gen­nahme der Berichte,

5.) Anstellung des Geschäftsführers/der Geschäftsführerin,

6.) Erstellung einer Dienst­an­weisung für den Geschäftsführer/die Geschäftsführerin,

7.) Wahrnehmung der Dienst- und Fachauf­sicht gegenüber dem Geschäftsführer/der Geschäfts­füh­rerin in der Regel durch den Vorsitzenden/die Vorsit­zende des Vorstandes,

8.) Anstellung der haupt­amt­lichen Mitarbeiter,

9.) Erstellung des Haushalts- und Stellen­planes, einschließlich der Jahresrechnung,

10.) Vertretung des Verbandes in der Öffentlichkeit,

11.) Stellung­nahmen zu aktuellen Fragen.

(2) Der Vorstand tritt nach Bedarf, mindestens jedoch viermal im Jahr zusammen. Der/ die Vorstands­vor­sit­zende hat alle Vorstands­mit­glieder schriftlich mindestens 4 Wochen vor der Sitzung einzu­laden. Von dieser Regelung kann in Ausnah­me­fällen abgewichen werden. Die Abwei­chung bedarf der Zustimmung der Mehrheit der Vorstands­mit­glieder. Die Sitzung wird in der Regel von dem /der Vorsit­zenden des Vorstandes geleitet. Der Vorstand ist beschluss­fähig, wenn mindestens 4 stimm­be­rech­tigte Mitglieder (darunter der /die Vorsit­zende oder der /die stell­ver­tre­tende Vorsit­zende) anwesend sind. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit Mehrheit seiner anwesenden stimm­be­rech­tigten Mitglieder. Über seine Beschlüsse ist eine Nieder­schrift anzufer­tigen, die vom Vorsitzenden/von der Vorsit­zenden des Vorstandes und dem Proto­kol­lanten / der Proto­kol­lantin zu unter­zeichnen und allen Vorstands­mit­gliedern zuzustellen ist.

§ 13 Geschäftsführer/Geschäftsführerin

(1) Der Geschäftsführer/die Geschäfts­füh­rerin wird von der Haupt­ver­sammlung gewählt und vom Vorstand angestellt. Er/sie muss Diakon/Diakonin einer Mitglieds­ge­mein­schaft sein. Das Nähere regelt die Wahlordnung.

(2) Der Geschäftsführer/die Geschäfts­füh­rerin arbeitet selbständig im Rahmen der Beschlüsse der Haupt­ver­sammlung, des Vorstandes und seiner / ihrer Dienst­an­weisung. Er / sie setzt dabei Schwer­punkte im Einver­nehmen mit dem Vorstand.

(3) Der Geschäftsführer/die Geschäfts­füh­rerin vertritt die Ziele und entwi­ckelt Perspek­tiven im Sinne des in § 1 genannten Selbst­ver­ständ­nisses und der unter § 2 genannten Aufgaben des Verbandes.

(4) Der Geschäftsführer/die Geschäfts­füh­rerin nimmt im Beson­deren folgende Aufgaben wahr :

1.) Koordi­nation der inhalt­lichen Arbeit unter Einbe­ziehung der Kompe­tenzen der Gemeinschaften,

2.) Verant­wortung für die Öffent­lich­keits­arbeit. Sicher­stellung des Infor­ma­ti­ons­flusses zu den Mitgliedsgemeinschaften,

3.) Leitung der Geschäfts­stelle des Verbandes,

4.) besondere Verant­wortung für die Einhaltung der wirtschaft­lichen Vorgaben des Verbandes,

5.) Vertretung des Verbandes nach § 26 BGB,

6.) Reprä­sen­tation und Vertretung des Verbandes nach innen und außen (EKD, DW — EKD),

7.) Begleitung von Ausschüssen und Ständigen Konferenzen.

(5) Für die Vertretung des Geschäftsführers/der Geschäfts­füh­rerin ist der /die Vorsit­zende des Vorstandes verantwortlich.

(6) Scheidet der Geschäftsführer/die Geschäfts­füh­rerin aus, leitet der Vorstand die Neuwahl ein. Näheres regelt die Wahlordnung.

§ 14 Ausschüsse

(1) Für die inhalt­liche Arbeit des Verbandes können Ausschüsse einge­setzt werden.

(2) Beauf­tragung und Besetzung der Ausschüsse erfolgen durch die Haupt­ver­sammlung oder durch den Vorstand. Ein Vertreter / eine Vertre­terin des Vorstandes sollte in jedem Ausschuss mitarbeiten.

(3) Die Ausschüsse wählen aus ihrer Mitte eine / einen Vorsitzende/n. Im übrigen gilt die Geschäfts­ordnung der Hauptversammlung.

(4) Jeder Ausschuss wird zeitlich begrenzt einge­setzt und erhält einen Kostenrahmen.

(5) Jeder Ausschuss ist der Haupt­ver­sammlung und/oder dem Vorstand berichts­pflichtig. (§ 10 Abs. 1 Ziffer 18 und § 12 Abs. 1 Ziffer 4).

§ 15 Ständige Konferenzen

(1) Die Ständigen Konfe­renzen tragen zur Erfüllung der Aufgaben des Verbandes und zur Vernetzung der Gemein­schaften bei.

(2) Die Ständigen Konfe­renzen geben sich eine Ordnung. In ihr ist zu regeln, wer die Tagungen der Konfe­renzen vorbe­reitet, einberuft und leitet, wer in die Haupt­ver­sammlung delegiert wird und wer für den Vorstand Ansprech­partner / Ansprech­part­nerin ist. Die Ständigen Konfe­renzen geben die von ihnen beschlossene Ordnung dem Vorstand des Verbandes zur Kenntnis.

(3) Die Ständigen Konfe­renzen entsenden je einen Delegierten / eine Delegierte in die Haupt­ver­sammlung. Abwei­chend von dieser Regelung entsenden die Studie­renden und die Schüler/innen an den Diako­nen­schulen (BDK) zwei Delegierte in die Haupt­ver­sammlung (§ 9 (1)).

(4) Als Ständige Konferenz arbeiten derzeit im Verband mit :

1.) die Konferenz der Leiter/innen der Diako­nen­an­stalten (KLD),

2.) die Konferenz der Ausbildungsleiter/innen (KAL),

3.) die Konferenz der Ältesten bzw. Geschäftsführer/innen der Mitgliedsgemeinschaften,

4.) die Konferenz der Hauseltern bzw. entspre­chende Beauftragte,

5.) Die Studie­renden und die Schüler/innen an den Diako­nen­schulen (BDK).

(5) Die Gründung anderer Ständiger Konfe­renzen kann auf Antrag des Vorstandes oder auf Antrag von Mitglieds­ge­mein­schaften durch die Haupt­ver­sammlung beschlossen werden.

§ 16 Geschäftsjahr

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 17 Satzungsänderungen

Eine Änderung der Satzung kann nur mit einer Zweidrit­tel­mehrheit der unter § 9, Abs. 1, Ziffer 1 genannten stimm­be­rechtigt anwesenden Personen der Haupt­ver­sammlung erfolgen, zu der satzungs­gemäß einge­laden worden ist . Änträge auf Satzungs­än­derung müssen schriftlich mitge­teilt werden und auf der Tages­ordnung verzeichnet sein. Anträge auf Satzungs­än­derung sind über den Vorstand der Haupt­ver­sammlung zuzuleiten. Jede Satzungs­än­derung ist dem Diako­ni­schen Werk der EKD e.V. zur Kenntnis zu geben.

§ 18 Auflösung des Verbandes

Der Verband kann durch Beschluss der Haupt­ver­sammlung aufgelöst werden. Der Antrag auf Auflösung ist mindestens sechs Monate vor der Beschluss­fassung den Mitgliedern des Verbandes schriftlich mitzu­teilen. Zur Auflösung ist die Zustimmung von mindestens drei Vierteln sämtlicher unter § 9 Abs. 1, Ziffer 1 genannten Personen der Haupt­ver­sammlung erfor­derlich. Vor der Beschluss­fassung ist das Diako­nische Werk der EKD e.V. zu hören.

Bei Auflösung des Verbandes fällt das nach Abzug aller Verbind­lich­keiten verblei­bende Vermögen an das Diako­nische Werk der EKD e.V. mit der Auflage, es im Rahmen der bisher vom Verband Evange­li­scher Diakonen- und Diako­nin­nen­ge­mein­schaften in Deutschland verfolgten Zwecke zu verwenden.

§ 19 Übergangsbestimmungen

(1) Die bisherige Haupt­ver­sammlung des Verbandes bleibt bis zur konsti­tu­ie­renden Sitzung der neuen Haupt­ver­sammlung im Amt.

(2) Der bisherige Vorstand des Verbandes bleibt bis zur Konsti­tu­ierung des neuen Vorstandes im Amt.

(3) Die Satzung in ihrer verän­derten Form tritt am 29.05.2008 in Kraft. Die Satzungs­än­derung wurde von der Haupt­ver­sammlung am 05. November 2007 im Martineum, Witten angenommen.

Anlage I

zur Satzung des Verbandes Evange­li­scher Diakonen- und Diako­nin­nen­ge­mein­schaften in Deutschland e.V.-

Liste der Mitgliedsgemeinschaften

• Brüder- und Schwes­tern­schaft des Rauhen Hauses, Hamburg (1833)

• Diako­nie­ge­mein­schaft des Theodor-Fliedner-Werkes, Mülheim/Ruhr (1844)

• Züllchower-Züssower Diakonen- und Diako­nin­nen­ge­mein­schaft, Züssow (1850)

• Diako­nische Gemein­schaft der Brüder und Schwestern des Linden­hofes, Neinstedt (1850)

• Schwestern- und Brüder­schaft des Evange­li­schen Johan­nes­stiftes, Berlin-Spandau (1858)

• Diako­nie­ge­mein­schaft Stephans­stift, Hannover (1869)

• Gemein­schaft Moritz­burger Diakone und Diako­ninnen, Moritzburg (1872)

• Karls­höher Diako­nie­verband, Ludwigsburg (1876)

• Diako­nische Gemein­schaft und Westfä­lische Diako­nen­an­stalt Nazareth, Bielefeld (1877)

• Brüder- und Schwes­tern­schaft Martinshof e.V., Rothenburg (1881)

• Rummels­berger Brüder­schaft, Schwar­zen­bruck (1890)

• Diako­nische Schwestern- und Brüder­schaft Neuen­det­telsau, Bruckberg (1893)

• Diako­nische Gemein­schaft der Stiftung Tannenhof, Remscheid (1896)

• Gemein­schaft der Brüder und Schwestern des Hessi­schen Brüder­hauses, Schwalm­stadt (1901)

• Schleswig-Holstei­nische Diako­ninnen- und Diako­nen­schaft zu Rickling e.V., Rickling (1906)

• Evange­lische Diako­nen­an­stalt Martineum e.V., Witten/Ruhr (1907)

• Diako­nie­konvent — Brüder- und Schwes­tern­schaft Luther­stift in Falkenburg e.V., Gander­kesee (1920)

• Diako­nische Gemein­schaft Paulinum, Bad Kreuznach (1932)

• Diako­nische Brüder- und Schwes­tern­schaft Witte­kindshof, Bad Oeynhausen (1949)

• Brüder- und Schwes­tern­schaft des Johannes-Falk-Hauses, Eisenach (1954)

• Diako­nin­nen­ge­mein­schaft Rummelsberg, Schwar­zen­bruck (1986)

• Neukir­chener Bruder­schaft, Neukirchen-Vluyn (1986)

• Ricklinger Diako­nen­schaft, Rickling (1990)

Anlage II

zur Satzung des Verbandes Evange­li­scher Diakonen- und Diako­nin­nen­ge­mein­schaften in Deutschland e.V.

Zur Geschichte des Verbandes :

1876 begann mit der Gründung der Brüder­haus­vor­ste­her­kon­ferenz die Geschichte des VEDD.

1913 wurde mit der Gründung des Allge­meinen Deutschen Diako­nen­ver­bandes erstmals eine verband­liche Organi­sation der Gemein­schaften geschaffen.

1933 erfolgte unter dem Druck des Natio­nal­so­zia­lismus die Umbenennung in Deutsche Diakonenschaft.

Ende der sechziger Jahre traten erstmals Frauen den Mitglieds­ge­mein­schaften des Verbandes in der Bundes­re­publik Deutschland bei, da Verän­de­rungen in den Diako­nen­aus­bil­dungs­stätten nunmehr auch Frauen Ausbildung, Beruf und Amt ermöglichten.

1972 erzwang die politische Entwicklung in Deutschland die Trennung des Verbandes in den Evange­li­schen Diako­nen­verband in der Deutschen Demokra­ti­schen Republik und die Deutsche Diako­nen­schaft in der Bundes­re­publik Deutschland.

1991 beschloß die Haupt­ver­sammlung der Deutschen Diako­nen­schaft, nachdem ihr die Gemein­schaften des Evange­li­schen Diako­nen­ver­bandes beigetreten waren, eine neue Satzung. Der wieder­ver­ei­nigte Verband heißt nunmehr Verband Evange­li­scher Diakonen- und Diako­nin­nen­ge­mein­schaften in Deutschland.

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