Überspringen zu Hauptinhalt

Satzung

Verband Evange­li­scher Diakonen‑, Diako­ninnen- und
Diako­nats­ge­mein­schaften in Deutschland e. V. – VEDD 

Vom 18.01.2021

Die aktuelle Satzung zum Download als PDF »

Präambel

Der Diakonat ist Ausdruck der Versöhnung, die Gott in Jesus Christus allen Menschen erweist. Der Dienst der im Diakonat tätigen Frauen und Männer geschieht in der Bindung an Jesus Christus und der Orien­tierung an seiner Botschaft.
Sie streben nach Barmher­zigkeit, Gerech­tigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Alle Hilfe richtet sich auf Heil und Wohl der Menschen.
Der Dienst im Diakonat verwirk­licht sich in leben­diger Beziehung zwischen diako­ni­schem Handeln und gottes­dienst­lichem Leben der Gemeinde und hilft mit, die Ganzheit von Körper, Seele und Geist zu bestärken und zu erhalten.
Der sachgemäße Dienst im Diakonat erfor­dert­Kom­pe­tenzen im Blick auf Beratung, Begleitung und Prävention in sozialen, physi­schen und psychi­schen Lebens­fragen. Er nimmt sich der Menschen an, die sich selbst nicht vertreten können.
In Ausbildung, Fortbildung und Weiter­bildung aller im Diakonat Tätigen werden human­wis­sen­schaft­liche Erkennt­nisse mit biblisch-theolo­gi­schen Aussagen über den Menschen und seine Welt verbunden. 
Die Gemein­schaften dienen im Diakonat Tätigen, Diako­ninnen, Diakonen und anderen Mitar­bei­tenden im Diakonat zur Ermutigung, Befähigung und Unterstützung.

§ 1 Name, Sitz, Zugehörigkeit

(1) Der Name des Vereins ist „Verband Evange­li­scher Diakonen‑, Diako­ninnen- und Diako­nats­ge­mein­schaften in Deutschland e. V.“ (VEDD) — im Folgenden „Verband“ genannt.

(2) Der Verband ist einge­tra­gener Verein mit Sitz in Kassel (Amtsge­richt Kassel).
Zur Erledigung seiner Aufgaben unterhält der Verband eine Geschäftsstelle.

(3) Der Verband gehört dem Evange­li­sches Werk für Diakonie und Entwicklung e. V. (EWDE) als Fachverband an.

§ 2 Zweck und Aufgaben des Verbands

(1) Der Verband ist Dachverband der ihm angehö­renden diako­ni­schen Gemeinschaften.

(2) Der Verband verfolgt ausschließlich und unmit­telbar gemein­nützige und kirch­liche Zwecke im Sinne des Abschnitts “Steuer­be­güns­tigte Zwecke” der Abgabenordnung.

(3) Zweck des Verbands ist die Förderung kirch­licher Zwecke sowie der Berufsbildung.

(4) Der Satzungs­zweck wird verwirk­licht insbe­sondere durch

  1. die Förderung des Diakonats der Kirche gemeinsam mit den diako­ni­schen Gemein­schaften im Verband, insbe­sondere durch

1.1. das Aufnehmen und Bearbeiten von diako­nie­po­li­ti­schen Themen,

1.2. die Entwicklung von Tätig­keits­pro­filen für die Ausbildung zur Diakonin und zum Diakon und für Mitar­bei­tende im Diakonat,

1.3. die Mitge­staltung der Entwicklung der diako­ni­schen Dimension im kirch­lichen Amt,

1.4. die Förderung der in das kirch­liche Amt berufenen und lebenslang auf den diako­ni­schen Auftrag verpflich­teten Diako­ninnen und Diakone,

1.5. die diako­nisch-theolo­gische Fortbildung aller Mitar­bei­tenden im Diakonat,

1.6. die Unter­stützung der Mitglieder der diako­ni­schen Gemein­schaften bei der Gestaltung geist­lichen Lebens als Erfahrung leben­diger Gemein­schaft und zur Erfüllung diako­nisch-theolo­gi­scher Aufgaben.
Sie haben dadurch Anteil an der Kommu­ni­kation des Evange­liums in Kirche und Gesellschaft.

1.7. den Infor­ma­ti­ons­aus­tausch zu berufs- und sozial­dia­ko­ni­schen Themen,

1.8. die Entwicklung einer Infra­struktur zur gegen­sei­tigen Infor­mation der diako­ni­schen Gemein­schaften sowie Konzepte und Maßnahmen zu strate­gi­schen Gemein­schafts- und Verbandsaufgaben.

1.9. die Vertretung der Inter­essen seiner Mitglieder insbesondere

  • in der Fachver­bands­arbeit und Fachgremien der Evange­li­schen Kirche in Deutschland (EKD) und des EWDE,
  • in Schul- und Ausbil­dungs­ver­bänden und Kommis­sionen in der EKD
  • in Fachver­bänden der Pflege – Evange­li­scher Fach- und Berufs­verband für Pflege (EFAKS)
  • in der inter­na­tio­nalen Diakonie – DIAKONIA – Region Afrika-Europa (DIAKONIA DRAE)
  • in der Ökumene
  • in den Verbänden im Diakonat (Kaisers­werther Verband, Zehlen­dorfer Verband u. a.)
  • Austausch mit inter­na­tio­nalen diako­ni­schen Verbänden und Institutionen

2. die Vertretung der Mitglieder gegenüber der EKD, dem EWDE sowie im öffent­lichen Interesse

3. Öffent­lich­keits­arbeit

3.1. Infor­mation und Aufklärung, Publi­ka­tionen über Aus‑, Fort- und Weiter­bildung im Diakonat

3.2. Kommu­ni­kation der internen und externen Themen

3.3. Stellung­nahmen und Positi­ons­pa­piere, Publi­ka­tionen, Fachbücher

3.4. Mitwirkung in Fach-Gremien

3.5. Förderung, Organi­sation und Betei­ligung an Platt­formen, auf denen diako­nische Frage­stel­lungen disku­tiert und ausge­tauscht werden

4 Veran­stal­tungen

4.1. Aus‑, Fort- und Weiter­bil­dungen in der biogra­fi­schen Begleitung für Diakone und Diako­ninnen und Mitar­bei­tende im Diakonat

4.2. Regionale und überre­gionale diako­nisch-theolo­gische Fach- und Aktionstage und Konfe­renzen in eigener Träger­schaft und in Koope­ration mit anderen Verbänden und Veranstaltern

(6) Der Satzungs­zweck kann auch verwirk­licht werden durch die ideelle und finan­zielle Förderung anderer steuer­be­güns­tigter Körper­schaften, von Körper­schaften des öffent­lichen Rechts zur ideellen und materi­ellen Förderung und Pflege der unter § 2 genannten Zwecke (§ 58 Nr. 1 AO).

(7) Der Verband kann sich zur Erfüllung seiner Aufgaben einer Hilfs­person im Sinne des § 57 Abs. 1 S. 2 AO bedienen.

§ 3 Gemeinnützigkeit

(1) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigen­wirt­schaft­liche Zwecke.

(2) Mittel des Vereines dürfen nur für die satzungs­mä­ßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwen­dungen aus Mitteln des Vereins.

(3) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unver­hält­nis­mäßig hohe Vergü­tungen begünstigt werden.

§ 4 Diakonenkreuz

Diako­ninnen und Diakone der Mitglieds­ge­mein­schaften sind berechtigt das Diako­nen­kreuz (+ mit dem D) zu tragen.

Es ist gesetzlich geschützt.

5 Mitglied­schaft

(1) Mitglieder des Verbandes sind die in der Anlage I zu dieser Satzung aufge­führten Gemeinschaften.

(2) Die Gemein­schaften verpflichten sich, die Satzung des Verbandes zu beachten und an der Durch­führung seiner Aufgaben mitzuwirken.

(3) Gemein­schaften können neu aufge­nommen werden, wenn sie dem Selbst­ver­ständnis und dem Zweck des Verbandes entsprechen und bereit sind, seine Aufgaben mitzutragen.

(4) Die Aufnahme erfolgt durch die Haupt­ver­sammlung. Ein Antrag auf Aufnahme ist an den Vorstand zu richten, dem die Ordnung oder die Satzung der antrag­stel­lenden Gemein­schaft beizu­fügen ist. Der Vorstand gibt eine Stellung­nahme ab.

(5) Die Mitglied­schaft erlischt durch Ausschluss, durch Wegfall der Gemein­nüt­zigkeit bei einem Mitglied oder durch Austritt. Der Austritt kann nur zum Ende eines Geschäfts­jahres erfolgen. Er ist dem Vorstand durch einge­schrie­benen Brief mindestens sechs Monate vorher bekanntzugeben.

(6) Ein Ausschluss kann erfolgen, wenn die Satzung der Mitglieds­ge­mein­schaft nicht mehr dem Selbst­ver­ständnis und Zweck des Verbandes entspricht oder die Mitglieds­ge­mein­schaft ihren Verpflich­tungen nicht nachkommt. Der Ausschluss geschieht durch Beschluss der Haupt­ver­sammlung (§ 9 Abs. 1 Ziff. 12 und § 9 Abs. 5).

§ 6 Beitrag

Die Mitglieder entrichten jährlich einen Mitglieds­beitrag, dessen Höhe von der Haupt­ver­sammlung auf Vorschlag des Vorstands festge­setzt wird.

§ 7 Organe

Organe des Verbandes sind:

  • die Haupt­ver­sammlung
  • der Vorstand
  • der Geschäfts­führer / die Geschäftsführerin

§ 8 Zusam­men­setzung der Hauptversammlung

(1) Zur Haupt­ver­sammlung gehören:

1. mit Sitz und Stimme

1.1. je 2 Delegierte der Mitglieds­ge­mein­schaften des Verbandes, von denen ein Delegierter/​eine Delegierte der Leitung der Gemein­schaft angehören sollte

1.2. die stimm­be­rech­tigten Mitglieder des Vorstandes

1.3. je 1 Delegierte/​Delegierter der Ständigen Konfe­renzen (§ 14)

2. mit Sitz ohne Stimme (beratende Funktion)

2.1. die Mitglieder des Vorstands mit beratender Stimme

2.2. je ein Vertreter/​eine Vertre­terin der EKD und des EWDE

2.3. bis zu fünf sachkundige Personen

2.4. eine/​ein weitere/​weiterer Delegierte/​r der Konferenz der Studie­renden an den Diako­nen­aus­bil­dungs­stätten – Bundes­de­le­gier­ten­kon­ferenz (BDK)

(2) Die Delegierten nach Abs. 1 Ziff. 1 werden von der jewei­ligen Mitglieds­ge­mein­schaft für die Amtsdauer der Haupt­ver­sammlung gewählt. Für diese Delegierten sind Stellvertreter/​Stellvertreterinnen zu bestellen, die das Stimm­recht im Falle der Verhin­derung des/​der Delegierten ausüben können. Die Stellvertreterinnen/​der Stell­ver­treter sind auch bei Anwesenheit der/​des Delegierten zur Teilnahme an der Haupt­ver­sammlung berechtigt und sind zu den Sitzungen der Haupt­ver­sammlung einzu­laden. Die Delegierten/​Stellvertreter/​Stellvertreterinnen sind namentlich an den Verband zu melden.

Scheiden Delegierte vorzeitig aus, kann die Gemein­schaft für die restliche Wahlpe­riode nachnominieren.

(3) Die Amtsdauer der Haupt­ver­sammlung beträgt vier Jahre. Die Mitglieder der Haupt­ver­sammlung bleiben auch nach Ablauf der Amtszeit bis zur konsti­tu­ie­renden Sitzung der neuen Haupt­ver­sammlung im Amt.

§ 9 Aufgaben und Arbeits­weise der Hauptversammlung

(1) Die Haupt­ver­sammlung hat folgende Aufgaben:

  1. Sicher­stellung der Ausführung der unter § 2 genannten Aufgaben,
  2. Beschluss­fassung zu Anträgen des Vorstands und der Hauptversammlung,
  3. Wahl von sechs Vorstands­mit­gliedern gemäß § 10 Abs. 4,
  4. Wahl des Geschäftsführers/​der Geschäfts­füh­rerin auf Vorschlag des Vorstandes,
  5. Wahl der zwei Rechnungsprüfer/​Rechnungsprüferinnen und deren Stellvertreter/​Stellvertreterinnen,
  6. Berufung der sachkun­digen Personen auf Vorschlag des Vorstands,
  7. Beauf­tragung und Besetzung von Ausschüssen (§ 13),
  8. Beschluss­fassung über die Gründung von Ständigen Konfe­renzen (§ 14),
  9. Entge­gen­nahme des Berichtes über die Arbeit des Vorstands, des Rechnungs­be­richts, Beschluss­fassung über Haushalts- und Stellenplan, Entge­gen­nahme der Jahres­rechnung und die Entlastung des Vorstands,
  10. Festsetzung der Mitglieds­bei­träge (§ 6),
  11. Beschluss­fassung über die Aufnahme neuer Mitglieds­ge­mein­schaften (§ 5 Abs. 4),
  12. Beschluss­fassung über den Ausschluss von Mitgliedsgemeinschaften
    (§ 5 Abs. 6),
  13. Beschluss­fassung über die Geschäfts­ordnung für die Hauptversammlung,
  14. Beschluss­fassung über die Wahlordnung für die Hauptversammlung,
  15. Beschluss­fassung über Änderung der Satzung (§ 16),
  16. Beschluss­fassung über die Auflösung des Verbandes (§ 17),
  17. Entge­gen­nahme von Berichten der Ausschüsse und der Ständigen Konferenzen.

(2) Die Haupt­ver­sammlung tritt nach Bedarf, mindestens jedoch einmal im Jahr, zusammen. Die Haupt­ver­sammlung wird schriftlich durch den Vorsitzenden/​die Vorsit­zende des Vorstands unter Angabe der Tages­ordnung mindestens vier Wochen vor der Sitzung einbe­rufen. Die Haupt­ver­sammlung ist einzu­be­rufen, wenn dieses von mindestens einem Drittel der unter § 8 Abs. 1 Ziff. 1 genannten Personen – bzw. im Verhin­de­rungsfall von deren Stellvertreterinnen/​Stellvertretern — schriftlich unter Angabe des Beratungs­ge­gen­standes beantragt wird. Die Haupt­ver­sammlung wird in der Regel von dem/​der Vorsit­zenden des Vorstands geleitet.

(3) Sie ist beschluss­fähig, wenn dazu ordnungs­gemäß einge­laden wurde und mindestens die Hälfte der unter § 8 Abs. 1 Ziff. 1 genannten Personen anwesend oder durch die/​den für sie bestellte Stellvertreterin/​Stellvertreter vertreten ist. Innerhalb von 3 Monaten ist zu einer erneuten Haupt­ver­sammlung einzu­laden, wenn die Beschluss­fä­higkeit nicht gegeben ist. Diese ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschie­nenen Delegierten beschluss­fähig. Darauf ist in der Einladung hinzuweisen.

(4) Beschlüsse bedürfen der absoluten Stimmen­mehrheit der anwesenden Personen nach § 8 Abs 1 Ziffer 1, wenn die Satzung nichts anderes bestimmt.

(5) Eine Zweidrit­tel­mehrheit der unter § 8 Abs. 1 Ziffer 1 genannten stimm­be­rech­tigten anwesenden Personen ist erfor­derlich bei

  1. Aufnahme von Gemeinschaften,
  2. Ausschluss von Mitgliedsgemeinschaften,
  3. Satzungs­än­de­rungen.

(6) Über die Beschlüsse der Haupt­ver­sammlung ist eine Nieder­schrift anzufer­tigen, die von dem Protokollanten/​von der Proto­kol­lantin und dem/​der Vorsit­zenden des Vorstands zu unter­zeichnen und allen unter § 8 Abs. 1 Ziff. 1 und 2 genannten Personen der Haupt­ver­sammlung sowie den Stellvertreterinnen/​Stellvertretern zuzustellen ist.

§ 10 Zusam­men­setzung und Wahl des Vorstands

(1) Der Vorstand besteht aus

  1. 6 von der Haupt­ver­sammlung zu wählenden Personen als stimm­be­rech­tigte Mitglieder,
  2. dem Geschäftsführer/​der Geschäfts­füh­rerin des Verbandes als stimm­be­rech­tigtes Mitglied,
  3. je einem Vertreter / einer Vertreterin
  • der Konferenz der Ältesten und Geschäfts­füh­re­rinnen und Geschäfts­führer der diako­ni­schen Gemeinschaften
  • der Konferenz theolo­gi­scher Leite­rinnen und Leiter diako­ni­scher Unter­nehmen mit diako­ni­schen Ausbil­dungs­stätten und/​oder diako­ni­schen Gemein­schaften (KLD),
  • der Konferenz der Ausbil­dungs- und Studi­en­gangs­lei­tungen Diako­nen­aus­bildung (KASD)
  • der Konferenz der Studie­ren­den­be­glei­tungen (StuBe)
  • der Bundes­de­le­gier­ten­kon­ferenz der Diako­nen­aus­bil­dungs­stätten (BDK)

mit beratender Stimme.

(2) Der Vorstand wählt in seiner konsti­tu­ie­renden Sitzung, die vom Geschäftsführer/​der Geschäfts­füh­rerin nach der Haupt­ver­sammlung zeitnah einbe­rufen wird, aus den in der Haupt­ver­sammlung gewählten 6 Personen eine/​einen Vorsitzende/​n, eine stell­ver­tre­tende Vorsitzende/​einen stell­ver­tre­tenden Vorsitzenden.

(3) Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der Vorsitzende/​die Vorsit­zende des Vorstandes, der/​die stell­ver­tre­tende Vorsit­zende und der Geschäftsführer/​die Geschäfts­füh­rerin. Jede/​jede von ihnen ist allein zur Vertretung des Verbandes berechtigt.

(4) Die Mitglieder des Vorstands gemäß Abs. 1 Ziff. 1 werden für vier Jahre gewählt. Werden Delegierte in den Vorstand gewählt, kann ihr Mandat durch die Gemein­schaft neu vergeben werden. Wiederwahl ist möglich. Die Mitglieder des Vorstands bleiben auch nach Ablauf ihrer Amtszeit im Amt bis über die Neu- oder Wiederwahl entschieden ist.

Näheres zur Wahl wird in der Wahlordnung geregelt. Es können auch Gesamt­wahl­ver­fahren, Block- und Listen­wahlen vorge­sehen werden.

Sofern die Wahlordnung oder die Haupt­ver­sammlung durch Beschluss kein anderes Verfahren anordnet, erfolgen die Wahlen wie folgt: Jedes stimm­be­rech­tigte Mitglied der Haupt­ver­sammlung hat so viele Stimmen, wie Vorstands­mit­glieder zu wählen sind. Gewählt sind die Kandidatinnen/​Kandidaten, die relativ die meisten Stimmen erhalten haben. Die stimm­be­rech­tigten Mitglieder der Haupt­ver­sammlung können auch weniger Stimmen abgeben, als ihnen zur Verfügung stehen. Die Abgabe mehrerer Stimmen für den gleichen Kandi­daten durch ein stimm­be­rech­tigtes Mitglied der Haupt­ver­sammlung ist unzulässig.

(5) Scheidet ein Vorstands­mit­glied gemäß Abs. 1 Ziff. 1 vorzeitig aus, so rückt die Kandidatin/​der Kandidat, die/​der im Wahlver­fahren nach Abs. 4 Unter­absatz 3 die nächst­meisten Stimmen erhalten halten, in das Amt nach. Stehen keine Ersatzkandidaten/​Ersatzkandidatinnen zur Verfügung oder erfolgte die Wahl in einem anderen Verfahren, erfolgt Neuwahl auf der nächsten Haupt­ver­sammlung. Der Vorstand bleibt auch beim Ausscheiden einzelner Mitglieder beschlussfähig.

(6) Der Geschäftsführer/​die Geschäfts­füh­rerin übt ihr Amt haupt­amtlich aus und erhält eine angemessene Vergütung aufgrund eines Dienst­ver­trags. Die übrigen Vorstands­mit­glieder üben ihr Amt ehren­amtlich aus. Sie können eine angemessene Aufwands­ent­schä­digung erhalten, über deren Höhe der Vorstand beschließt.

§ 11 Aufgaben und Arbeits­weisen des Vorstandes

(1) Der Vorstand führt die Geschäfte des Verbands. Er koordi­niert die inhalt­liche Arbeit des Verbands und bedient sich dabei der Kompe­tenzen der Gemein­schaften. Er greift Ideen und Impulse auf. Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere:

  1. Vorbe­reitung und Durch­führung der Hauptversammlung,
  2. Durch­führung von Beschlüssen der Hauptversammlung,
  3. Unter­stützung gemein­schafts­för­dernder Veran­stal­tungen des Verbandes,
  4. Beauf­tragung und Besetzung von Projekt­gruppen und Ausschüssen.
  5. Abschluss, Änderung und Kündigung des Dienst­ver­trags des Geschäftsführers/​der Geschäfts­füh­rerin. Alle Erklä­rungen gegenüber dem Geschäftsführer/​der Geschäfts­füh­rerin von dem/​der Vorsit­zenden des Vorstands und bei dessen/​deren Verhin­derung müssen von dem/​der stell­ver­tre­tenden Vorsit­zenden abgegeben werden,
  6. Beschluss der Dienst­an­weisung für den Geschäftsführer/​die Geschäftsführerin,
  7. Beratung des Geschäftsführers/​der Geschäfts­füh­rerin bei und Aufsicht über dessen/​deren Tätigkeit,
  8. Abschluss, Änderung und Kündigung der Dienst­ver­hält­nisse der haupt­be­ruf­lichen Mitarbeitenden,
  9. Erstellung des Haushalts- und Stellen­planes, einschließlich der Jahresrechnung,
  10. Vertretung des Verbands in der Öffentlichkeit,
  11. Stellung­nahmen zu aktuellen Fragen.

(2) Der Vorstand tritt nach Bedarf, mindestens jedoch viermal im Jahr zusammen. Der/​die Vorsit­zende des Vorstands hat alle Vorstands­mit­glieder schriftlich oder per E‑Mail mindestens 4 Wochen vor der Sitzung einzu­laden. Sitzungen können auch in
Form von Telefon- oder Video­kon­fe­renzen (auch in Kombi­nation mit einer Präsenz­sitzung) abgehalten werden.

Von dieser Regelung kann in Ausnah­me­fällen abgewichen werden. Die Abwei­chung bedarf der Zustimmung der Mehrheit der Vorstandsmitglieder.
Die Sitzung wird in der Regel von dem /​der Vorsit­zenden des Vorstandes geleitet.

Der Vorstand ist beschluss­fähig, wenn mindestens 4 stimm­be­rech­tigte Mitglieder (darunter der/​die Vorsit­zende des Vorstands oder der/​die stell­ver­tre­tende Vorsit­zende) anwesend sind.
Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit Mehrheit der abgege­benen gültigen Stimmen. Enthal­tungen werden zur Berechnung der Mehrheit nicht mitgezählt.
Beschlüsse des Vorstands können ausnahms­weise auch außerhalb von Sitzungen schriftlich, per E‑Mail oder fernmündlich gefasst werden, wenn sich alle Vorstands­mit­glieder an dem Verfahren betei­ligen und kein Vorstands­mit­glied der Beschluss­fassung in diesem Verfahren widerspricht.

Über seine Beschlüsse ist eine Nieder­schrift anzufer­tigen, die vom Vorsitzenden/​von der Vorsit­zenden des Vorstandes und dem Protokollanten/​der Proto­kol­lantin zu unter­zeichnen und allen Vorstands­mit­gliedern zuzustellen ist.

§ 12 Geschäftsführer/​Geschäftsführerin

(1) Der Geschäftsführer/​die Geschäfts­füh­rerin wird von der Haupt­ver­sammlung gewählt und vom Vorstand angestellt. Er/​sie muss Diakon/​Diakonin einer Mitglieds­ge­mein­schaft sein. Das Nähere regelt die Wahlordnung.

(2) Der Geschäftsführer/​die Geschäfts­füh­rerin arbeitet selbständig im Rahmen der Beschlüsse der Haupt­ver­sammlung, des Vorstands und seiner/​ihrer Dienst­an­weisung. Er/​sie setzt dabei Schwer­punkte im Einver­nehmen mit dem Vorstand.

(3) Der Geschäftsführer/​die Geschäfts­füh­rerin vertritt die Ziele und entwi­ckelt Perspek­tiven im Sinne des in § 1 genannten Selbst­ver­ständ­nisses und der unter § 2 genannten Aufgaben des Verbands.

(4) Der Geschäftsführer/​die Geschäfts­füh­rerin nimmt im Beson­deren folgende Aufgaben wahr:

  1. Koordi­nation der inhalt­lichen Arbeit unter Einbe­ziehung der Kompe­tenzen der Gemeinschaften,
  2. Verant­wortung für die Öffent­lich­keits­arbeit, Sicher­stellung des Infor­ma­ti­ons­flusses zu den Mitgliedsgemeinschaften,
  3. Leitung der Geschäfts­stelle des Verbands einschließlich Personalverantwortung,
  4. Verant­wortung für die Einhaltung der wirtschaft­lichen Vorgaben des Verbands,
  5. Vertretung des Verbandes nach § 26 BGB,
  6. Reprä­sen­tation und Vertretung des Verbandes nach innen und außen (EKD, EWDE),
  7. Begleitung von Projekt­gruppen, Ausschüssen und Ständigen Konferenzen.

(5) Für die Vertretung des Geschäftsführers/​der Geschäfts­füh­rerin ist der/​die Vorsit­zende der/​die stell­ver­tre­tende Vorsit­zende des Vorstands verantwortlich.

(6) Scheidet der Geschäftsführer/​die Geschäfts­füh­rerin aus, leitet der Vorstand die Neuwahl ein. Näheres regelt die Wahlordnung.

§ 13 Ausschüsse und Projektgruppen

(1) Für die inhalt­liche Arbeit des Verbandes können Ausschüsse und Projekt­gruppen einge­setzt werden.

(2) Beauf­tragung und Besetzung der Ausschüsse und Projekt­gruppen erfolgen durch die Haupt­ver­sammlung. Die Beauf­tragung und Besetzung der Projekt­gruppen erfolgt durch den Vorstand.

(3) Die Ausschüsse und Projekt­gruppen wählen aus ihrer Mitte einen Sprecher/​eine Sprecherin. Im Übrigen gilt die Geschäfts­ordnung der Hauptversammlung.

(4) Jeder Ausschuss und jede Projekt­gruppe wird zeitlich begrenzt einge­setzt und erhält einen Kostenrahmen.

(5) Jeder Ausschuss ist der Haupt­ver­sammlung und/​oder dem Vorstand berichts­pflichtig. Projekt­gruppen sind gegenüber dem Vorstand berichts­pflichtig. Über die Arbeit der Projekt­gruppen wird im Bericht des Vorstandes Auskunft gegeben (§ 9 Abs. 1 Ziff. 17 und § 11 Abs. 1 Ziff. 4).

§ 14 Ständige Konferenzen

(1) Die Ständigen Konfe­renzen tragen zur Erfüllung der Aufgaben des Verbands bei.

(2) Die Ständigen Konfe­renzen geben sich eine Ordnung. In ihnen ist zu regeln, wer die Tagungen der Konfe­renzen vorbe­reitet, einberuft und leitet, wer in die Haupt­ver­sammlung delegiert wird und wer für den Vorstand Ansprechpartner/​Ansprechpartnerin ist. Die Ständigen Konfe­renzen geben die von ihnen beschlos­senen Ordnungen dem Vorstand des Verbands zur Kenntnis.

(3) Die Ständigen Konfe­renzen entsenden je einen Delegierten/​eine Delegierte in die Haupt­ver­sammlung. Abwei­chend von dieser Regelung entsenden die Studie­renden bzw. die Schüler/​innen an den Diako­nen­aus­bil­dungs­stätten (BDK) zwei Delegierte in die Hauptversammlung.

(4) Als Ständige Konferenz arbeiten derzeit im Verband mit:

  1. die Konferenz theolo­gi­scher Leite­rinnen und Leiter diako­ni­scher Unter­nehmen mit diako­ni­schen Ausbil­dungs­stätten und/​oder verbun­denen diako­ni­schen Gemein­schaften (KLD),
  2. die Konferenz der Ausbil­dungs- und Studi­en­gangs­lei­tungen Diako­nen­aus­bildung (KASD),
  3. die Konferenz der Ältesten bzw. Geschäftsführer/​innen der Mitgliedsgemeinschaften,
  4. die Konferenz der Studie­ren­den­be­glei­tungen (StuBe),
  5. die Bundes­de­le­gier­ten­kon­ferenz der Diako­nen­aus­bil­dungs­stätten (BDK).

(5) Die Gründung weiterer ständiger Konfe­renzen erfolgt durch Beschluss der Hauptversammlung.

§ 15 Geschäftsjahr

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 16 Satzungsänderungen

Eine Änderung der Satzung kann nur mit einer Zweidrit­tel­mehrheit der anwesenden Stimm­be­rech­tigten durch die Haupt­ver­sammlung erfolgen, zu der satzungs­gemäß einge­laden worden ist. Anträge auf Satzungs­än­derung müssen schriftlich mitge­teilt werden und auf der Tages­ordnung verzeichnet sein. Anträge auf Satzungs­än­derung sind über den Vorstand der Haupt­ver­sammlung zuzuleiten. Jede Satzungs­än­derung ist dem EWDE zur Kenntnis zu geben.


§ 17 Auflösung des Verbandes

(1) Der Verband kann durch Beschluss der Haupt­ver­sammlung aufgelöst werden. Der Antrag auf Auflösung ist mindestens sechs Monate vor der Beschluss­fassung den Mitgliedern des Verbands schriftlich mitzu­teilen. Zur Auflösung ist die Zustimmung von mindestens drei Vierteln der bei der Beschluss­fassung anwesenden stimm­be­rech­tigten Mitglieder der Haupt­ver­sammlung erfor­derlich. Vor der Beschluss­fassung ist das EWDE zu hören.

(2) Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuer­be­güns­tigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den Evange­li­sches Werk für Diakonie und Entwicklung e. V., der es unmit­telbar und ausschließlich für gemein­nützige, mildtätige oder kirch­liche Zwecke zu verwenden hat.

Die Satzungs­än­derung wurde von der Haupt­ver­sammlung am 5. November 2007 im Martineum, Witten angenommen.
Die Neufassung der Satzung und mit ihr die Änderung des Vereins­namens wurde mit Datum vom 29. Mai 2008 im Vereins­re­gister, Amtsge­richt Kassel, eingetragen.

Die Satzungs­än­derung — § 5 Gemein­nüt­zigkeit – wurde von der Haupt­ver­sammlung am 17. November 2009 in Moritzburg angenommen.
Die Satzungs­än­derung wurde mit Datum vom 9. April 2010 im Vereins­re­gister, Amtsge­richt Kassel, eingetragen.


- Anlage I -
Zur Satzung

Verband Evange­li­scher Diakonen‑, Diako­ninnen- und
Diako­nats­ge­mein­schaften in Deutschland e. V. – VEDD -

Liste der Mitgliedsgemeinschaften

Brüder- und Schwes­tern­schaft des Rauhen Hauses, Hamburg (1833)

Diako­nie­ge­mein­schaft der Theodor-Fliedner-Stiftung e. V. Mülheim/​Ruhr (1844)

Züllchower-Züssower Diakonen- und Diako­nin­nen­ge­mein­schaft, Züssow (1850)

Diako­nische Gemein­schaft der Brüder und Schwestern des Lindenhofes,
Neinstedt (1850)

Schwestern- und Brüder­schaft des Evange­li­schen Johan­nes­stifts e. V., Berlin-Spandau (1858)

Gemein­schaft Moritz­burger Diakone und Diako­ninnen, Moritzburg (1872)

Karls­höher Diako­nie­verband, Ludwigsburg (1876)

Diako­nische Gemein­schaft und Westfä­lische Diako­nen­an­stalt Nazareth,
Bielefeld (1877)

Brüder- und Schwes­tern­schaft Martinshof e. V. , Rothenburg (1881)

Rummels­berger Brüder­schaft, Schwar­zen­bruck (1890)

Diako­nische Schwestern- und Brüder­schaft Neuen­det­telsau, Bruckberg (1893)

Diako­nische Gemein­schaft der Evange­li­schen Stiftung Tannenhof, Remscheid (1896)

Diako­nische Gemein­schaft Hephata, Schwalm­stadt (1901)

Martineum e. V., Witten/​Ruhr (1907)

Diako­nie­konvent — Brüder- und Schwes­tern­schaft Luther­stift in Falkenburg e. V., Gander­kesee (1920)

Diako­nische Gemein­schaft Paulinum, Bad Kreuznach (1932)

Diako­nische Brüder- und Schwes­tern­schaft Witte­kindshof, Bad Oeynhausen (1949)

Brüder- und Schwes­tern­schaft des Johannes-Falk-Hauses, Eisenach (1954)

Diako­nin­nen­ge­mein­schaft Rummelsberg, Schwar­zen­bruck (1986)

Neukir­chener Bruder­schaft , Neukirchen-Vluyn (1986)

Ricklinger Diako­nen­schaft , Rickling (1990)

An den Anfang scrollen