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Zu verleihen: Wander­aus­stellung „MitGefühl und EmPathie“

Katharina Haukambe und andere Besucher schauen sich die Roll-Ups an. Foto: Hanna Paßlick

Eine inklusiv konzi­pierte Wander­aus­stellung zu Gefühlen und Grund­zügen des mensch­lichen Wesens ist beim Brüder- und Schwes­terntag des Witte­kinds­hofes in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen vorge­stellt worden. „MitGefühl und EmPathie“ lautet ihr Titel. Zu sehen war sie auch in der Aula des Immanuel-Kant-Gymna­siums. Bis Ostern 2020 ist sie noch im Witte­kinds­hofer Haus Vorwerk in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen zu sehen. Anschließend steht sie zum Verleih bereit. Mehrere diako­nische Gemein­schaften und Ausbil­dungs­stätten haben bereits ihr Interesse angemeldet, darunter auch Nazareth und das Martineum. Weitere Inter­es­senten können sich gerne noch melden. Infor­ma­tionen auf der eigenen thema­ti­schen Inter­net­seite www.mitgefühlundempathie.de

Thema­tisch konzen­triert sich die Ausstellung auf die drei Kernpunkte Mitgefühl, Achtsamkeit und Resonanz, also die Gestaltung von Bezie­hungen. Diese Aspekte sind gerade für die soziale und pflege­rische Arbeit von Bedeutung, weil sie zum einen auf christ­liche Wurzeln verweisen, und zum anderen eng mit der heutigen Zeit verknüpft sind. Achtsamkeit etwa liegt im Trend und ist immer häufiger Bestandteil der Gesund­heits­för­derung von Mitar­bei­tenden in Pflegeberufen.

Die Ausstellung greift diese und viele weitere Aspekte auf bebil­derten Roll-Ups auf, ergänzt die Infor­ma­tionen durch filmische Elemente und ermög­licht es Besuchern, eigenen Empfin­dungen nachzu­spüren, indem sie zum Beispiel Dinge bewusst ertasten müssen. Erweitert wird das inter­aktive Angebot durch einen eigenen Inter­net­auf­tritt, der das Konzept hinter der Ausstellung erklärt.

Außerdem sind Kerntexte der Ausstellung durch das Büro für Leichte Sprache übersetzt worden, ein zerti­fi­ziertes Konzept zur Kommu­ni­kation insbe­sondere mit kognitiv einge­schränkten Personen oder Personen mit Verständ­nis­pro­blemen, z.B. durch einen Migra­ti­ons­hin­ter­grund, die entweder in einem Heft nachge­lesen werden können oder aber über einen Any-Book-Reader angehört werden können, der die Texte vorliest.

Als Schirmherr fungiert der Vizeprä­sident der Evange­li­schen Kirche von Westfalen, Ulf Schlüter, der zur Eröffnung der Ausstellung betonte, dass die Selbst­zen­triertheit bei allen Menschen gleich­stark ausge­prägt sei, so als gäbe es eine Art Standart­pro­gramm. “Die Frage, die wir uns stellen müssen, lautet also: Haben wir den Mut, das zu ändern, und sind wir bereit, unsere Ich-Bezogenheit bewusst zu überwinden?”

Die Ausstellung über Mitgefühl und Empathie verweise pointiert auf den Ursprung allen hilfreichen Handelns: den Impuls, hinzu­schauen und mitzu­fühlen. Doch das erfordere Offenheit, Aufmerk­samkeit, Disziplin und Empathie. Das griff auch die Geschäfts­füh­rerin des Verbandes Evange­li­scher Diakonen‑, Diako­ninnen– und Diako­nats­ge­mein­schaften in Deutschland (VEDD), Heidi Albrecht auf, die die Ausstellung als “wichtigen Wegweiser für gelin­gende diako­nische Arbeit der Kirche in der Welt” bezeichnete.

Entwi­ckelt wurde die Ausstellung von den Witte­kinds­hofer Diako­nen­aus­bil­dungen unter der Leitung von Michael Postzich und der Brüder- und Schwes­tern­schaft in Zusam­men­arbeit mit Experten des Museums der Stadt Bünde. Inhaltlich setzt sie sich mit den Kernthemen Mitgefühl, Achtsamkeit und Resonanz, also der Gestaltung von Bezie­hungen ausein­ander. Diese Aspekte sind nicht nur für die soziale und pflege­rische Arbeit, sondern auch für die Gesell­schaft insgesamt von zentraler Bedeutung.

Während Mitgefühl zwar nachge­wie­se­ner­maßen Stress reduzieren und gesund halten kann, aber heutzutage auch dank Sozialer Medien oft in den Hinter­grund rückt, ist Achtsamkeit auf dem Vormarsch. Das Konzept ist immer häufiger fester Bestandteil der Gesund­heits­för­derung von Mitar­bei­tenden in Pflege- und Sozial­be­rufen. Diese und weitere Aspekte greift die Ausstellung auf und verstärkt ihre Inhalte mithilfe inter­ak­tiver Stationen, an denen die Möglichkeit besteht, eigenen Empfin­dungen nachzuspüren.

Aus vielen Elementen der Ausstellung soll ein Programm „Mentales Training“ entwi­ckelt werden. Es wird ein Kursan­gebot mit Medita­tionen und spiri­tu­ellen Elementen zur Entwicklung von Mitgefühl und Achtsamkeit im Alltag geben. Das Konzept der „Resonanz“ erweitert die Perspektive auf Lebens­ein­stel­lungen, emotionale Bezie­hungen und Selbst­wirk­samkeit. Die BKK Diakonie unter­stützt und fördert die Konzeptentwicklung.

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