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Abschied von der Ältesten der Diakoninnengemeinschaft Rummelsberg

Diakonin Elisabeth Peterhoff bei ihrer Abschiedspredigt in der Rummelsberger Philippuskirche, bei dem sie sich auf das Bild „Ein Übergang“ von Jörgen Habedank bezog.

Fast sieben Jahre war Diakonin Elisabeth Peterhoff die Leiterin der Diakoninnengemeinschaft Rummelsberg und Vorstandsmitglied bei der Rummelsberger Diakonie e.V. Nun geht es für sie beruflich in eine neue Richtung. Sie wird die Leiterin der Telefonseelsorge Oberfranken Ost. In einem festlichen Gottesdienst und einer Feier mit Grußworten wurde die Diakonin aus ihrem Dienst entpflichtet und verabschiedet.

In ihrer vorerst letzten Predigt in der Rummelsberger Philippuskirche sprach sie über die unbeschreibliche Schönheit der Schöpfung und über Gottes Fähigkeit, mit uns allen in Beziehung zu treten. „Wir sind ein so bunter Haufen unterschiedlicher Menschen, aber niemand von uns ist zu gering, um von Gott gesehen zu werden.“ Sie bezog sich auf ein Gedankenexperiment, in dem die Entstehung der Welt auf ein Jahr heruntergebrochen wird – der Mensch träte erst in den letzten Minuten in Erscheinung und keiner der Anwesenden in der Philippuskirche sei länger als den Bruchteil der letzten Sekunde des Jahres auf der Erde. „Was haben wir in diesen wenigen Momenten alles kaputt gemacht“, fasste die Diakonin zusammen. „Dennoch hängt Gott an uns. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir nur Gäste auf Seiner Erde sind.“

v.l. Diakon Jochen Nitz (RDD), Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Dr. Stefan Ark Nitsche, Diakonin Ulrike Kühn (Vertrauensrat), Pfarrerin Gabriele Gerndt und Diakon Tobias Petzoldt (Geschäftsführer VEDD) segneten Diakonin Elisabeth Peterhoff (Mitte) für ihren Abschied aus Rummelsberg und für ihren Neubeginn in der Telefonseelsorge Oberfranken Ost.

Nach Entpflichtung und Segen ging es bei einer gemeinsamen Feierstunde im Saal des benachbarten Brüderhauses weiter. In seinem Grußwort sprach Prof. Dr. Stefan Ark Nitsche, Aufsichtsratsvorsitzender der Rummelsberger Diakonie, von Elisabeth Peterhoffs großem Gespür für Befriedung. „Sie sind zuversichtlich und immer voller Hoffnung. Ich wünsche Ihnen, dass Sie viele Erinnerungen an diese Zeit mitnehmen, die sich für Sie zu einem großen, guten Bild zusammenfügen.“ Landrat Armin Kroder betonte die Bedeutsamkeit der Rummelsberger Diakonie im sozialen Gefüge. Markus Holzammer, der Bürgermeister der Schwarzenbrucker Gemeinde, zu der Rummelsberg als Ortsteil gehört, dankte für ihren großen Einsatz. „Sie hinterlassen auf jeden Fall erkennbare Fußspuren“, fasste er zusammen.

Die Diakoninnengemeinschaft Rummelsberg ist Teil im bundesweiten Netzwerk der Diakoninnen und Diakone. Der Geschäftsführer des Verbands evangelischer Diakonen-, Diakoninnen- und Diakonatsgemeinschaften e.V., Diakon Tobias Petzoldt, war daher trotz des Bahnstreiks aus Berlin angereist, um ein Grußwort zu überbringen. „Drei Dinge sind mir wichtig: Man kann sich immer auf dich verlassen, du lebst Vielfalt in ihrer Gänzlichkeit und du hast zwei offene Ohren für die Bedürfnisse anderer“, so sein Fazit. „Ich wünsche dir ganz viel Segen für alles, was jetzt kommt.“ Die örtliche Kirchengemeinde wurde vertreten von Diakon Michael Krah. „Du warst immer da, wenn die Gemeinde dich gebraucht hat“, lobte er. „Du hast mit angepackt, unterstützt, mitgestaltet.“

Grußwort von Diakon Tobias Petzoldt, Geschäftsführer des VEDD.

Die Gremien der Rummelsberger Gemeinschaften hatten ebenfalls Grußworte mitgebracht. Diakonin Susanne Stöcker und Diakon Jochen Nitz sprachen stellvertretend für den Rat der Diakoninnen und Diakone über die Nähe, die sie an Elisabeth Peterhoff erlebt hatten. „Du warst nah am Menschen, nah an der Sache und immer nah an Gott“, fassten sie zusammen. Stellvertretend für die Brüderschaftsleitung und den Brüderschaftsrat bedauerte Diakon Klaus Buchner, dass die Älteste neue berufliche Wege geht.

Die Kollegen vom Vorstand verabschiedeten sich bootsmännisch. „Eine Offizierin geht von Bord“ fassten sie zusammen und erinnerten die Anwesenden an all die Dinge, die Elisabeth Peterhoff in ihrer Zeit als Leiterin der Diakoninnengemeinschaft und Vorstandsmitglied vorangebracht hatte. „Sie war auf jeden Fall die gute Seele an Bord“, so Diakon Peter Barbian, Leiter der Rummelsberger Brüderschaft, Dr. Tobias Gaydoul, Finanzvorstand, und Karl Schulz, Vorstand Dienste.

Die Kolleginnen vom Vertrauensrat, dem Leitungsgremium der Diakoninnengemeinschaft, lobten Elisabeth Peterhoffs ständige Suche nach Frieden. „Du schaffst bei uns Betroffenheit für das Thema und regst uns zum Nachdenken an, es ist dir ein großes Anliegen.“

Diakonin Elisabeth Peterhoff im Kreise der Gäste.

Das letzte Wort hatte Elisabeth Peterhoff, die sich bei allen Grußwortrednerinnen und -rednern und bei ihren persönlichen Mitarbeiterinnen bedankte. Sie ließ die vergangenen sieben Jahre kurz Revue passieren, vor allem auch die Jahre der Pandemie. „Es waren wirklich irre Zeiten und trotzdem haben wir als Team sehr gut zusammengefunden“, fasste sie zusammen. „Ich kann euch sagen: Mein Herz bleibt an Bord.“

Text und Fotos: Diakonin Arnica Mühlendyck

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