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Aus drei mach eins

Die Diakoneo Gemeinschaft im Verband Evangelischer Diakonen-, Diakoninnen- und Diakonatsgemeinschaften

Klaus Hubert, Sabine Meister, Christa Weiß und Renate Eisner
Klaus Hubert, Sabine Meister, Christa Weiß und Renate Eisner im Interview mit dem VEDD

20 diakonische Gemeinschaften sind unter dem Dach des Verbands Evangelischer Diakonen-, Diakoninnen- und Diakonatsgemeinschaften (VEDD) vereint. Jede hat etwas, was sie einzigartig macht, doch im Wesen ähneln sich alle Gemeinschaften. Sie sind aus einer Grundidee heraus entstanden, sind ähnliche Wege gegangen, manchmal verschieden abgebogen. Eine der Gemeinschaften unterscheidet sich in ihrem Wesen und in ihrer Entstehungsgeschichte jedoch signifikant von den anderen: die Diakoneo Gemeinschaft Neuendettelsau.

2020 aus drei verschiedenen Gemeinschaften zusammengeschlossen gehören zu ihr neben den Diakon:innen und Mitarbeitenden im Diakonat auch Diakonissen. Bereits 1854 hatte Wilhelm Löhe die Diakonissengemeinschaft – die sogenannte „weibliche Diakonie“ – gegründet. Etwas später entstand parallel dazu die „männliche Diakonie“, die diakonische Brüderschaft, aus der viele Jahre später die diakonische Schwestern- und Brüderschaft wurde. Denn: Nicht jede Frau, die diakonisch arbeiten wollte, wollte Diakonisse werden und sich einem ehelosen, klosterähnlichen Leben verschreiben. „1995 haben sich die Brüderschaft und die Schwesternschaft zu einer Gemeinschaft verbunden“, erzählt Klaus Hubert, Gemeinschaftsmitglied der Diakoneo-Gemeinschaft. Er hat sich ausführlich mit der Geschichte der Gemeinschaften beschäftigt. Als Ergänzung zur Diakonissengemeinschaft und der Diakonischen Schwestern- und Brüderschaft ist 1999 eine weitere Gemeinschaft entstanden: Die Gemeinschaft der Mitarbeitenden im Diakonat, die in loser spiritueller Verbindung miteinander standen.

Erst vor wenigen Jahren sind diese drei Gemeinschaften, die bereits seit vielen Jahren fruchtbar zusammengearbeitet hatten, zu einer Gemeinschaft fusioniert – heute die wahrscheinlich bunteste Gemeinschaft im VEDD. Und auch im Kaiserswerther Verband – noch eine Besonderheit. „Die Diakoneo Gemeinschaft ist nicht nur Mitglied beim VEDD, sondern auch beim Kaiserswerther Verband deutscher Diakonissen-Mutterhäuser e.V.“, erklärt Klaus Hubert.

Heute arbeiten die Mitglieder der fusionierten Gemeinschaft in allen Unternehmensteilen von Diakoneo. „Und weit darüber hinaus“, betont Christa Weiß, ebenfalls Gemeinschaftsmitglied und die Delegierte der Gemeinschaft im VEDD. Sie selbst hat vor einigen Jahren die Diakoninnen-Ausbildung absolviert. Danach wird der Beitritt zur Gemeinschaft vorausgesetzt. Erst fand sie das schwierig, heute ist sie froh. „Die Gemeinschaft trägt und hilft in verschiedenen Situationen.“

Daneben gibt es noch weitere Zugangswege in die Gemeinschaft: Neben der Diakonen-Ausbildung kann man auch den 15-tägigen Diakonats-Kurs absolvieren, der neben biblischem Grundwissen auch Methoden der Andachtsgestaltung, eine Einführung in die Seelsorge und ethische Themen behandelt. Und auch Menschen ganz ohne diakonische Ausbildung können beitreten, wenn sie eine spirituelle Heimat suchen. Sabine Meister ist die Oberin der Diakoneo Gemeinschaft. Als Pfarrerin hat sie den Schritt in die Gemeinschaft hinein gemacht. Sie findet: Im Unternehmen haben die Gemeinschaftsmitglieder einen besonderen Platz. „Die Gemeinschaft und das daraus entstehende Netzwerk wird als Schatz wahrgenommen“, so Sabine Meister.

Die Verbindung zum VEDD und auch zum Kaiserswerther Verband wird von den Gemeinschaftsmitgliedern als sehr wichtig betrachtet. „Die Gemeinschaften müssen näher zusammenrücken. Denn die Situationen sind überall ähnlich“, findet Renate Eisner, die ebenfalls als Diakonin tätig ist. „Wir können uns durch diesen Erfahrungsaustausch gegenseitig bereichern.“

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