Skip to content

Berufsethik kompakt: Über die Tugendethik

Da 52 Seiten eine Menge Lesestoff sind, werden wir euch die einzelnen Teile der neuen Berufsethik für Diakon:innen in den nächsten Wochen in kompakteren „Häppchen“ präsentieren. Euch interessiert das Thema „Berufsethik“ näher, ihr möchtet mehr wissen oder euch reicht eine so kurze Zusammenfassung nicht? Dann ladet euch kostenlos den gesamten Impuls herunter oder bestellt ihn euch gegen eine kleine Schutzgebühr im Printformat: https://www.vedd.de/impuls-berufsethik/

Die Grafik zeigt das komplexe Miteinander von Güter-, Normen- und Tugendethik
Als erstes beleuchten wir die Tugendethik näher.

Die Berufsethik für Diakon:innen bringt drei Ethiken miteinander in Einklang: Die Tugendethik, die Güterethik und die Normenethik. Heute wollen wir die Tugendethik herausgreifen – die drei Ethiken sind im praktischen Vollzug jedoch stets zusammen zu denken.

Die Tugendethik beleuchtet, was einer Person wichtig ist und welcher inneren Orientierung sie folgt. Diakon:innen wird im Rahmen dieser Tugendethik zugeschrieben, dass sie ein geklärtes moralisches Selbstbild haben, auf dem all ihre Handlungen basieren. Wichtig bei der Tugendethik ist, dass es nicht darum geht, das eigene Leben gut zu gestalten, sondern ein gelingendes Leben in Gemeinschaft zu ermöglichen. Da Diakon:innen in Gemeinschaften organisiert sind, werden ihnen in besonderem Maße tugendethische Ideale zugetraut.

Die Tugend von Diakon:innen zieht sich wie ein roter Faden durch alle Handlungen ihres (beruflichen) Lebens. Einige ihrer Prinzipien sind: Aufmerksamkeit für die Lebenslagen anderer Menschen, Empathie, Assistenz und Anwaltschaftlichkeit, die beide dem Subsidiaritätsprinzip folgen, die also dort ansetzen, wo Menschen nicht (mehr) in der Lage sind, selbst zu handeln. Dabei bemühen sich Diakon:innen stets, Machtasymmetrien abzubauen, indem sie ihre eigenen Machtansprüche aufgeben, im Besonderen, wenn sie Führungs- und Leitungsaufgaben haben.

Drei Kernaktivitäten ergeben sich aus dieser tugendethischen Grundlage:

  • Unterstützen, um das Potential anderer Menschen zu fördern und diese als Expert:innen für ihr eigenes Leben zu befähigen.
  • Bilden, um Menschen einen Zugang zu sich selbst zu ermöglichen
  • Verkündigen, um eigene Glaubensüberzeugungen erfahrbar zu machen

 

Teile diesen Beitrag via
An den Anfang scrollen