Skip to content

Bete und Arbeite – Logbuch

Die Ausgangslage – Seit den 60er Jahren hatte das Archiv niemand mehr betreten, erst beim Umzug im vergangenen März war es durch Zufall entdeckt worden.
Der „Bete“-Anteil des Programms fand in Zehlendorf im Garten des Diakonievereins statt.
Es gab viele Akten der Jahre 1920 bis 1960 zu entrümpeln – die meisten nicht mehr als Fetzen, die beim Anfassen zu Staub zerbröselten.

Tag 1

Heute sind Geschwister aus den Gemeinschaften vom Martinshof und aus Rummelsberg angereist, um die staubige Aufgabe mit Geschäftsführer Tobias Petzoldt anzugehen: Ein lange vergessener Archivraum, in dem Akten bis zurück in die 20er Jahre lagern, soll geräumt, geputzt, renoviert und eingeräumt werden, damit ein Archivraum daraus werden kann, der nicht mehr vergessen wird.

Heute ging es nach einer kurzen Ankommensrunde in Zehlendorf mit Entrümpeln und der groben Reinigung los. „Dass Diakone die sind, die durch den Staub gehen, kriegt so eine ganz neue Bedeutung“, fasst Tobias Petzoldt den Tag zusammen. Der Tag endete besinnlich mit einem Gang in den Baumarkt.

Morgen erwartet die fleißige Gruppe noch weitere Geschwister aus anderen Gemeinschaften, die dann Hand anlegen, wenn gestrichen wird und die ersten Regale gebaut werden.

Die alten Regale waren nicht mehr zu retten und mussten fachgerecht zerlegt und entsorgt werden. 
Der Gang in den Baumarkt: Welche Farbe ist die richtige?
Nach getaner Arbeit! Mit dabei: Martina Makari (ganz links) und Georg May (2.v.r.) aus Rummelsberg, Andreas Drese vom Martinshof und Tobias Petzoldt (ganz rechts)

 

 

 

 

 

 

 

Im Keller wird fleißig geweißt…
… während draußen Meter um Meter Regal entsteht.
Und die Lampe muss auch noch repariert werden!

Tag 2

Heute ist noch ein weiterer Bruder aus Hamburg zur Gruppe dazu gestoßen und hat dabei unterstützt, die Wände im nun weitgehend staubfreien Raum zu verputzen und zu weißen sowie meterweise Lagerregale aufzubauen. Mittlerweile sind die vielen Regalmeter im Keller an Ort und Stelle und die ersten aktuellen Archivmaterialien stehen bereits drin. Außerdem hat der Raum auch Licht – eine reparierte Deckenleuchte sorgt dafür. Morgen heißt es dann: „Was bleibt, was kann weg?“, wenn die Gruppe sich an die Aufgabe macht, die noch unausgepackten Materialkartons vom Umzug der Geschäftsstelle im vergangenen Jahr zu sichten und in die Regale zu verräumen.

Ohne Pause geht es nicht! Heute auch noch dabei: Fried Germer von der Brüder- und Schwesternschaft des Rauhen Hauses in Hamburg (ganz rechts)
Mit Bauen allein war es nicht getan – die Regale mussten auch alle in den Keller hinunter.
Und schon stehen die ersten Materialien und neuen Ordner drin.

 

 

 

 

 

 

Der Abend durfte friedlich ausklingen.
Die alten Akten wurden für die Sondierung vorbereitet…
… die neuen in die Regale sortiert.

Tag 3 

Heute ging es an die Feinarbeit: Viele Akten sind zur Aufbewahrung eingeräumt worden. Daneben war die Hauptaufgabe, alte Akten aus den 20er bis 60er Jahren aufzubereiten, damit der Archivar der Diakonie Deutschland, Dr. Michael Häusler, die Situation sondieren kann. Erst danach wird es Klarheit darüber geben, was behalten wird und was endgültig vernichtet werden kann. Ein bisschen hat die heutige Arbeitseinheit wie eine Schatzsuche angemutet – es sind spannende Dinge zum Vorschein gekommen, unter anderem einiges an Geld aus Zeiten der Inflation. Nun ist das Archiv in einem guten Zustand und so ein Ort, an dem man gut arbeiten kann, geworden.

Das Team der fleißigen Hände ist zufrieden mit dem Ergebnis!
Michael Häusler, der Archivar der Diakonie Deutschland, auch.

 

 

 

 

An den Anfang scrollen