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Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für diakonische Gemeinschaften

… das zeitgemäße Thema der Jahrestagung der Ältesten und Geschäftsführungen der diakonischen Gemeinschaften im VEDD.

Vom 1.-3. März 2021 fand die Jahrestagung der Ständigen Konferenz der Ältesten und Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer des VEDD als Zoom-Konferenz statt. Es war erkennbar, dass dieses Format den meisten Teilnehmenden bereits recht vertraut war. Viele Beratungen in Kirche, Diakonie und Diakonatsgemeinschaften fanden 2020 auf diese Weise statt. In den vor der Konferenz eingereichten Berichten wurde allerdings auch deutlich, dass eine digitale Form von Beratungen durchaus effizient sein kann, aber als Begegnungsform nicht immer als ausreichend angesehen werde. Das Konferenzthema „Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für diakonische Gemeinschaften“ machte dieses Spannungsfeld deutlich.

Die Konferenz wurde mit einem digitalen Agapemahl eröffnet. Mit eingespielter Musik – begleitet mit dem eigenen Gesang, Brot und Wein aus dem Päckchen neben dem Computer – und doch verbunden in der Gemeinschaft. Am Abend folgte ein offener Austausch und Begegnung in verschiedenen digitalen Räumen.

Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für diakonische Gemeinschaften

Der Thementag, gemeinsam mit der Konferenz der Studierendenbegleitungen und angeleitet und moderiert durch Dr. Tobias Kirchhoff und Daniel Hörsch von „midi“ (Evangelische Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung), gab wichtige Impulse für Formen und Formate zukünftigen Arbeitens im digitalen Raum. Anhand von Milieustudien konnte reflektiert werden, ob der Digitalisierungsschub des vergangenen Jahres „Fluch oder Segen“ ist. Erkennbar ist allgemein und genauso in den diakonischen Gemeinschaften, dass andere, manchmal sogar mehr Mitglieder über die digitalen Kanäle erreicht werden können.  Differenziert vorgestellt wurde, wie Menschen in den unterschiedlichen Lebenswelten „digital ticken“, um der Fragestellung zu weiteren Ergebnissen zu kommen, welche Ziel- und Altersgruppen in Gemeinschaften wie erreicht werden können.

Deutlich wurde, dass in den Gemeinschaften die großen Begegnungstage, Gottesdienste, Einsegnungen, Feiern weiter zu persönlicher Begegnung einladen und dass eine große Sehnsucht danach besteht. Ausschüsse, Themenarbeit u.v.a.m. können durchaus ressourcensparender im digitalen Raum arbeiten. Das gilt auch für Bildungs- und theologisch-diakonische Lernformate.

Gemeinschaften übergreifende Verbindungen zu spezifischen Themen sind schon länger ein Thema und erhalten im digitalen Raum noch einmal eine neue Option. Diese Erfahrungen sind Wegweisung und Auftragsklärung für die Arbeit im Verband, da neue Netzwerke zu ermöglichen.

Themen in und aus der Verbandsarbeit
Der Mittwochvormittag wurde nach der Andacht mit den aktuellen Themen aus dem VEDD gefüllt. Verschobene Sitzungen, Terminfragen und andere Corona-Pandemie-Auswirkungen waren zu benennen, brachten uns aber nicht aus dem Gleichgewicht. Die am Nachmittag beginnende digitale Sonder-Hauptversammlung, ein weiterer Hauptversammlungstermin vom 30.11.-1.12.2021 mit der Einführung des neuen Vorstandes und dem Wechsel in der Geschäftsführung und der neue Termin für die zweite gemeinsame Konferenz aller ständigen Konferenzen im VEDD vom 1.-2.12.2021 in Eisenach lassen auf zukünftige Begegnungen hoffen. Der 2020 abgesagte VEDD-Tag wird wohl für 2023 neu vorbereitet.

Die neue Satzung des VEDD wurde im Januar vom Vereinsregister Kassel bestätigt. Führungskräfteentwicklung, Weiterbildungen, Diakonische Bildung, Gemischte Fachkommission für diakonische und gemeindediakonische Berufe, aber auch die Mitgliederentwicklung in den Gemeinschaften waren Stichpunkte, über die zu berichten und zu beraten waren. Die 12 Leitsätze der EKD laden zur Weiterarbeit in den Gemeinschaften ein. Der Start dazu ist im April.

Das Thema Nachwuchsförderung und die Begleitung in den ersten Berufsjahren ist Thema des nächsten VEDD-Impulses, der im Frühjahr erscheint. Das Team des Karlshöher Diakonieverbandes hat ihn aus seiner Erfahrungsarbeit erarbeitet. Die guten Erträge der Weihnachtsspende ermöglicht die Förderung verschiedener Projekte und auf Bücher aus VEDD-Strukturen konnte hingewiesen werden.

Nach dem Mittagslob verabschiedeten sich die Teilnehmenden aus der ersten digitalen Ältestenkonferenz – und verabredeten sich zur Weiterarbeit digital und mit persönlicher Begegnung im Sommer in Hephata.

Diakon Dr. Wolfgang Seyfried

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