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Corporate Identity von Unternehmen und Identität von Gemeinschaften

Jahrestagung der Verbände diakonischer Gemeinschaften

Diakonie sei in ihrer fachlichen und geistlichen Dimension eine „Hybridorganisation”, so Lilie. Sie stehe vor einem Paradigmenwechsel in ihrer sozialen Arbeit. Es ginge immer stärker darum, „nicht mehr für, sondern mit den Menschen ihr Leben zu gestalten. Das gilt dem Einzelnen wie dem Sozialraum.” Der Diakonie-Präsident hob in dem Zusammenhang die „hohe Feldkompenz“ der Mitarbeitenden im Diakonat hervor.

„Wie ist es um unsere Organisationskultur bestellt?“, fragte Annette Hohnwald von der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste in ihrem Referat zu Gemeinschaftsformen und diakonischer Kultur. Wichtig sei, das dass die Mitarbeitenden die Sorge, die sie für andere tragen, auch selbst erleben: „Gibt es Begleitung für die oft existenzielle und emotional äußerst belastende Arbeit?“ Gute Kommunikation, Transparenz, Berechenbarkeit und verlässliche Absprachen machten eine „echte Arbeitsgemeinschaft“ aus.

Im 19. Jahrhundert wurden die evangelischen Räte in den diakonischen Gemeinschaften um die zentrale Dimension des gemeinschaftlichen Dienstes erweitert, so Dr. Ingolf Hübner in seinem Vortrag. Heute sei wichtig, dass diakonische Gemeinschaften in einem lebendigen Verhältnis zuden Mitarbeitenden diakonischer Einrichtungen stehen. Der Theologe im Vorstandsbüro der Diakonie Deutschland verwies auf die Besonderheit diakonischer Gemeinschaften. Diese seien „offen für Seelsorge und bieten geistliche Begleitung sowie Angebote zum Mitleben”. Dazu gehöre „diakonische Lebenshilfe in persönlicher Beratung, kreativen Vollzügen und Bildungsarbeit”.

Eine Podiumsdiskussion unter der Leitung von OKR Ralph Charbonnier von der Evangelisch Kirche in Deutschland EKD beleuchtete das Potential von Gemeinschaften im Hinblick auf die diakonische Kultur von Einrichtungen und die Chancen der Mitarbeitenden im Diakonat. Die Teilnehmenden erhielten außerdem Einblicke in die Praxis gemeinschaftlicher diakonischer Kultur mit Mitgliedern der Schwestern- und Brüderschaft des Evangelischen Johannesstifts. Absprachen zur zukünftigen Zusammenarbeit der Verbände im Diakonat beschlossen die Tagung.

Die kommende Jahrestagung findet am 23. und 24. Januar 2018 in Dresden statt.

Quelle: Pressemitteilung des KWV am 7.2.17, Thomas Flügge

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