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Diako­ninnen und Diakone positio­nieren sich

Diako­nische Gemein­schaft Paulium positio­niert sich

Die Mitglie­derinnen und Mitglieder der Diako­ni­schen Gemein­schaft Paulinum der Stiftung kreuz­nacher diakonie haben an ihrem Konvent am 1. Advent ein deutliches Signal gesetzt: sie verwerfen die Ideologien der Corona-Leugner:
„Als Akteure im Gesund­heits­wesen sind uns die Risiken einer weiteren Ausbreitung der Corona-Pandemie mehr als bewusst. Wir wollen daran mitwirken, dass unser Gesund­heits­system nicht überlastet wird und allen geholfen werden kann, die sich trotz aller Vorsicht mit dem Virus infizieren. Wir verwerfen die falsche und den Menschen nicht achtende Lehre derje­nigen, die Corona leugnen und verharm­losen, die notwen­digen Maßnahmen sabotieren — ihr Gegenüber gefährden — und rechten Gruppie­rungen eine Plattform bieten, ihr Gedan­kengut zu verbreiten.“

Mit diesen klaren Worten hat sich die Diako­nische Gemein­schaft Paulinum am Wochenende zu Corona-Leugnern positioniert.

Weiter heißt es:
„Die Corona-Pandemie ist eine weltweite Gefahr. Die Folgen einer Infektion sind immer noch unabsehbar. Wir halten die Maßnahmen der Bundes­re­gierung und der jewei­ligen Landes­re­gie­rungen zur Abwehr bezie­hungs­weise Eindämmung der Pandemie insbe­sondere im Bereich des Gesund­heits­wesens für sinnvoll und unter­stüt­zenswert. Die Maßnahmen entsprechen dem jetzigen Kennt­nis­stand der Wissen­schaft und sollen gefährdete Menschen schützen und die Überlastung des Gesund­heits­wesens verhindern. Dazu gehören unter anderem Hygie­ne­regeln, Masken­pflicht, Abstands­gebote („Social Distancing“), die Empfehlung, die offizielle Corona-App zu nutzen und klare Kontaktregeln.“

Seit mehr als sieben Monaten beein­flusse die Pandemie das gesell­schaft­liche Leben in Deutschland. In sehr unter­schied­licher Form seien Bürge­rinnen und Bürger von Einschrän­kungen betroffen und in Sorge, sich selbst oder andere Menschen mit dem Virus anzustecken. Insbe­sondere „vulnerable“ Perso­nen­gruppen werden in der täglichen Arbeit  von Mitgliedern der Diako­ni­schen Gemein­schaft betreut, begleitet und beraten. Diese Menschen sind in der Regel hochgradig gesund­heitlich gefährdet. Mit viel Engagement und Kreati­vität versuchen alle Mitar­bei­tenden der kreuz­nacher diakonie – darunter auch die Mitglieder der Diako­ni­schen Gemein­schaft Paulinum – eine möglichst hohe Lebens­qua­lität und einen optimalen Infek­ti­ons­schutz für diese Perso­nen­gruppen zu erreichen.

All dieje­nigen, die sich so engagieren, sind erschüttert über die Haltung von Corona-Leugnern. Diese verkennen und bestreiten geltende wissen­schaft­liche Erkennt­nisse und damit auch einen profes­sio­nellen und menschen­freund­lichen Umgang mit der Pandemie. Insbe­sondere in der organi­sierten Form verbünden sie sich mit politisch rechten Gruppie­rungen und geben diesen eine Plattform, krude Ideen zu formu­lieren von einem vermeint­lichen Unrechtsstaat.

Die Beschluss­vorlage passierte den Konvent der Diako­ni­schen Gemein­schaft Paulinum Paulinum – dem Zusam­men­schluss von Diako­ninnen, Diakonen und diako­ni­schen Mitar­bei­tenden – mit überwäl­ti­gender Mehrheit. Zum ersten Mal seit ihrem Bestehen konnte es in diesem Jahr kein Präsenz-Treffen geben. Tradi­tionell nutzt die Diako­nische Gemein­schaft sonst das erste Advents­wo­chenende, um zusam­men­zu­kommen, mitein­ander zu beraten, Beschlüsse zu fassen, Jubiläen und die Einsegnung neuer Diako­ninnen und Diakone zu feiern. Diesmal „tagte“ der Konvent digital und traf dabei auch diesen Beschluss, der den Arbeits­alltag von Brüdern und Schwestern, die in den unter­schied­lichen sozial­pfle­ge­ri­schen Bereichen tätig sind, betrifft.

Im Leitbild der Diako­ni­schen Gemein­schaft Paulinum steht, dass sie in politi­schen und gesell­schaft­lichen Prozessen Stellung bezieht, ihre Position benennt. „Als Teil unseres christ­lichen Auftrages verstehen wir unseren politi­schen Auftrag, Entwick­lungen in der Gesell­schaft zu beobachten, zu begleiten und erkennbar Einfluss zu nehmen.“

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