Drei Fragen an…
… Martin Friedrich Mehl, seit Juli Referent der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.

1) Was hat dich hierher gebracht?
Ich würde sagen, Zufall oder Fügung. Aber ich hole mal ein bisschen weiter aus. Mit 12 oder 13 wollte ich unbedingt zum Bund, Chemie studieren und dabei die Offizierslaufbahn einschlagen. Durch die Offene Jugendarbeit in meiner Kirchengemeinde hat sich mein Berufswunsch geändert und ich wollte Lehrer werden erst für Chemie und Biologie, dann für Religion. Mein Theologiestudium musste ich allerdings wegen Griechisch abbrechen. Dann habe ich Gemeindepädagogik studiert und den Master in Religionspädagogik gemacht, so dass ich dann auch unterrichten konnte. Nachdem mir jemand erklärt hatte, dass nicht jeder Gemeindepädagoge automatisch Diakon ist, habe ich mich im November 2024 etwas verspätet als Diakon einsegnen lassen. Meine Vorgängerin Kathrin hat mir dann die Stellenausschreibung geschickt und bei jedem Punkt dachte ich: Yepp, das will ich! Jetzt habe ich diese Stelle und gleichzeitig noch eine halbe Stelle an der Akademie für Soziale Berufe und auch noch ein paar Semesterwochenstunden an der Evangelischen Hochschule Darmstadt, ich kann also immer noch unterrichten.
2) Was wünscht du dir für deine Zeit auf dieser Stelle?
Ich wünsche mir eine vereinheitlichte Diakonenausbildung und die Anerkennung des Diakonenamtes in der gesamten EKD. Das würde der Institution Kirche so gut tun, wenn sie eine gebildete Form des Priestertums aller Gläubigen deutschlandweit anerkennen würde…
3) Wo geht deine Reise hin?
Ich fühle mich hier gerade extrem wohl, ich liebe den Hephata-Campus, wie hier so viele verschiedene Menschen das Gelände ganz selbstverständlich teilen, das ist einfach urdiakonisch. Das einzige, was mich hier vor der Rente wegbringen könnte, wäre, wenn ich in Marburg Oberbürgermeister werden würde. Ich habe große Freude an der Regionalpolitik. Aber das ist bisher eher eine Schwärmerei, da habe ich keine konkreten Ambitionen.
