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Ein lange nachklingender Ältester

v.l.: Dr. Ursula Schoen (Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg Schlesische Oberlausitz), Ingo Moy (Vorsitzender Schwestern- und Brüderschaft), Jutta Böhnemann-Hierse (Älteste), Jens Schmitz, Anne Hanhörster (Vorsteherin Johannesstift), Tobias Petzoldt (VEDD), Oberkirchenrat Clemens Bethge (EKBO)
Tobias Petzoldt begrüßt die neue Älteste Claudia Dorn-Jarchow herzlich.

Zehn Jahre: So lange hat Diakon Jens Schmitz als Ältester die Geschicke der Schwester- und Brüderschaft des Evangelischen Johannesstifts in Berlin mit verantwortet. Nun wurde es für ihn Zeit für einen Wechsel.

Am vergangenen Samstag waren rund 120 Brüder und Schwestern zu einem außerordentlichen Gesamtkonvent zusammengekommen, um ihn zu verabschieden und um die Wahl der Nachfolgerin abzuschließen. Nach einem Gottesdienst, der ganz im Zeichen der neuen Jahreslosung “Du bist ein Gott, der mich sieht” stand, verabschiedeten Gäste aus Diakonie und Kirche den längjährigen Ältesten.  

Dr. Ursula Schoen vom Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg Schlesische Oberlausitz wünschte ihm alles Gute für die nächste Etappe und Clemens Bethge, Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche Berlin, Brandenburg und Schlesische Oberlausitz bedankte sich herzliche für die immer “sachliche und lösungsorientierte Art”, mit der Jens Schmitz die Zusammenarbeit gestaltet habe. “Diakon sind und bleiben Sie!”, freute er sich.  

Auch Diakon Tobias Petzoldt, Geschäftsführer des Verbands evangelischer Diakonen-, Diakoninnen- und Diakonatsgemeinschaften grüßte den scheidenden Vorsitzenden von den Geschwistern, die deutschlandweit verbunden sind. Auch er bedankte sich für die Zusammenarbeit und die vielen wertvollen Tipps, die er während seines eigenen Dienstbeginns vor rund einem Jahr immer wieder von Jens Schmitz erhalten habe. “Gemeinschaft geht gleichzeitig gegen und mit dem Trend”, so Petzoldt. “Viele Menschen haben den Wunsch nach Zugehörigkeit – unsere Gemeinschaften können dieses Bedürfnis erfüllen. Dank deiner Arbeit konnten viele Menschen in dieser Gemeinschaft ankommen und sich zu Hause fühlen. Vielen Dank für deinen großen Dienst.”  

Stiftsvorsteherin Anne Hanhörster versicherte: “Du bist gern ein bisschen unsichtbar, aber Gott sieht dich. Und wir vom Stift sehen dich auch.” Sie bedankte sich für Jens Schmitz Geduld, Sachlichkeit, Kreativität und unglaubliches Fachwissen.  

Jutta Böhnemann-Hierse, ebenfalls Älteste der Schwestern- und Brüderschaft, bedauert den Abschied. Sie wünschte dem Kollegen dennoch alles Gute: “Geh und mach dein Ding!” Ingo Moy, der Vorsitzende der Schwestern- und Brüderschaft, konnte das unterstreichen. “Du warst ein guter und lange nachklingender Ältester!”  

Nach einem Abschiedswort von Jens Schmitz und lange anhaltenden “Standing Ovations” in der Kirche des Johannesstifts, wurde die Wahl der neuen Ältesten abgehalten. Eine Diakonin hatte sich zur Wahl aufstellen lassen. Mit 255 von 299 abgegeben Stimmen – einige davon bereits im Vorfeld per Briefwahl – wurde sie mit überwältigender Mehrheit gewählt. Die neue Älteste an der Seite von Jutta Böhnemann-Hierse wird ab Sommer 2023 die 48-jährige Claudia Dorn-Jarchow sein.  

 Text und Foto: Diakonin Arnica Mühlendyck

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